Verkehrsstatistik 2012: Mehr Unfälle, weniger Tote

Bad Hersfeld. Die Polizei stellte in dieser Woche wieder die Verkehrsstatistik des vergangenen Jahres vor. Mit 11.082 ist die Zahl der Verkehrsunfäll

Bad Hersfeld. Die Polizei stellte in dieser Woche wieder die Verkehrsstatistik des vergangenen Jahres vor. Mit 11.082 ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist die Zahl um 120 Unfälle auf insgesamt 2.550 leicht angestiegen. Diese Veränderungen seien aber, wie Polizeipräsident Alfons Hoff und der Leiter der Polizeidrektion Hersfeld-Rotenburg Klaus Wittich betonten, keine statistisch bedeutsamen Abweichungen sondern befänden sich innerhalb der üblichen Schwankungen der letzten Jahre.Erfreulich ist, dass die Zahlen der Getöteten sowohl in Osthessen (32) als auch in Waldhessen (4) jeweils einen historischen Tiefstand erreicht haben. Aufgrund der kleinen Fallzahlen ließen sich hieraus aber ebenfalls keine Trends ablesen, so Hoff.

Anders beim Rückgang der  Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Hier setze sich ein bereits in den letzten Jahren beobachteter Trend fort, was Hoff auf die intesive Präventionsarbeit zurückführte: "Die Prävention ist zäh, doch wir sehen, dass sie jetzt Früchte trägt."

Zu schaffen macht der Polizei nach wie vor eine hohe Zahl an Unfallfluchten (670, 36 davon mit Personenschaden). Jürgen Gleitsmann von der Einsatzabteilung warnte, dass die Polizei sehr viel Energie in die Aufklärung dieser Fälle stecke und eine Aufklärungsquote von fast 50 Prozent vorweisen könne. "Unfallflucht lohnt sich nicht", so sein Fazit, denn die oftmals geringen Schäden würden von der Haftpflichtversicherung reguliert, bei einer Verurteilung wegen Unfallflucht drohen hingegen hohe Geldbußen und  der Führerscheinentzug.

Ebenfalls bedenklich bewertet wird die Analyse der Unfallursachen. Hier führen nicht angepasste Geschwindigkeit und zu dichtes Auffahren mit großem Abstand vor anderen Ursachen. Die Polizei wird daher weiterhin häufige Geschwindigkeitskontrollen, besonders an unfallträchtigen Punkten, durchführen. Wittich appellierte dabei an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten: "Jeder Unfall, besonders mit Personenschaden, ist einer zuviel."Abschließend dankte Hoff allen Vereinen und Institutionen, die die Arbeit der Polizei, besonders in Sachen Prävention,  unterstützen.

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