Viel getan, viel zu tun - Hilmes: Kommt der Wiederkehrende Straßenbeitragssatz?

Nentershausen. Das vergangene Jahr 2011 war alles andere als einfach für Nentershausens Bürgermeister Ralf Hilmes. Doch das frisch begonnene Jahr 20

Nentershausen.Das vergangene Jahr 2011 war alles andere als einfach für Nentershausens Bürgermeister Ralf Hilmes. Doch das frisch begonnene Jahr 2012 wird dem Gemeindeoberhaupt wohl auch keine Gelegenheit zum Verschnaufen bieten. Grund: Im August stehen Bürgermeisterwahlen an. Dann ist Hilmes’ Amtsperiode abgelaufen. "Ich trete natürlich zur Wiederwahl an", versichert er.

In den letzten fünf Jahren, in denen er im Amt war, hat der gebürtige Nentershäuser einiges für seine Heimat getan. "Allein im vergangenen Jahr hatten wir, bedingt durch das Konjunkturprogramm, viele Maßnahmen am Laufen, zum Beispiel die Neugestaltung des Parkplatzes am Schwimmbad".

Ebenfalls am Herzen liegt Hilmes die ehemalige Bergarbeitersiedlung: "Es ist ganz wichtig, den demographischen Wandel aktiv zu gestalten. In einigen Jahren wird sich in der Siedlung ein Generationenwechsel vollzogen haben", meint er.

Dazu gehöre auch, die Infrastruktur Nentershausens so gut, wie sie momentan ist, beizubehalten. "Schließlich kommen junge Familien mit Kindern nicht zu uns, wenn es zum Beispiel keine Kindergärten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten gibt", meint Hilmes.

Aus diesem Grund sei auch das Gelände der ehemalige Husarenkaserne in Sontra so wichtig: "Wir, dass heißt Sontra, Nentershausen und Herleshausen, haben einen Zweckverband gegründet, um die ehemalige Kaserne zu vermarkten. Wir wünschen uns, dass sich Betriebe dort ansiedeln, die Arbeit in die Region bringen", so Hilmes. Dabei lege er Wert darauf, dass qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen würden. "Was nutzt uns eine geringe Arbeitslosigkeit, wenn die Leute nichts verdienen? Davon hat niemand was", so der Rathauschef.

Die kreisübergreifende Zusammenarbeit von Sontra, Herleshausen und Nentershausen zeigt sich auch an anderer Stelle: "Es wurde zum Beispiel ein Bilanzbuchhalter eingestellt, der für drei Kommunen die gesetzlich vorgeschriebene Eröffnungsbilanz erarbeitet", informiert Hilmes. Genauso handhabe man es mit Geräten für Straßenreparaturen, die nicht ständig im Einsatz seien müssen und dem Salzlager. "Nentershausen hat rund 7 Millionen Euro Schulden. Irgendwo muss man mit dem Sparen beginnen", so Hilmes.

Viel Geld verschlungen hat im vergangenen Jahr die Reparatur von Straßen. "85.000 Euro waren für den Straßenbau in den Haushalt eingestellt", erklärt Hilmes. Bei den Baumaßnahmen habe man, so weit wie möglich, den "Erweiterten Deckenschluss" gebaut. "Wir haben bei Kanalsanierungsarbeiten die Straße nur dort geöffnet, wo die Rohre verlaufen und bündig mit dem alten Belag verschlossen", erklärt Hilmes. Dies sei eine weitaus kostengünstigere Variante zum "Grundhaften Ausbau", bei dem für den Anwohner und die Gemeinde immense Kosten angefallen wären.

Die Straßenproblematik ist in Nentershausen dennoch nicht vom Tisch. "Viele Straßen sind so kaputt, dass nur ein ‘Grundhafter Ausbau’ hilft." Dies müsse in naher Zukunft in Angriff genommen werden. Aus diesem Grund habe die Gemeindevertretung dem Antrag stattgegeben, das Land zu beauftragen, den "Wiederkehrenden Straßenbeitragssatz" zu prüfen. "In diesem Fall müssen Nentershausens Bürger im Prinzip eine Straßengebühr bezahlen, die jährlich entrichtet werden muss", erklärt Hilmes.

Dies solle davor schützen, dass die Anwohner irgendwann vor der Frage stehen, wie sie tausende Euro für die Reparatur der Straße aufbringen können. "Wie hoch der Beitrag sein wird, kann ich allerdings noch nicht sagen", meint Hilmes.

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