Volker Bouffier kommt nach Philippsthal

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Philippsthal. In diesem Jahr wird der Jahrestag der DDR-Grenzöffnung an der Werrabrücke gefeiert.

Philippsthal. Am 9. November dieses Jahres ist es genau 25 Jahre her, dass die innerdeutsche Grenze geöffnet wurde. Philippsthal stand damals im Fokus der Aufmerksamkeit: Das thüringische Städchen Vacha lag hier genau auf der anderen Seite der Werra. Die Brücke über den Fluss, eigentlich ein kurzer Fußweg, war vierzig Jahre lang unpassierbar, Freunde und Verwandte auf der anderen Seite unerreichbar.Im November 1989 wurde diese Brücke als erster Grenzübergang zwischen Hessen und Thüringen wieder geöffnet und heißt heute "Brücke der Einheit".

Wie jetzt bekannt wurde, wird in diesem Jahr die zentrale Gedenkveranstaltung der beiden Bundesländer Hessen und Thüringen aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums an diesem symbolträchtigen Ort stattfinden.

"Wir freuen uns natürlich, dass das nun bei uns stattfindet", sagt Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth.Üblicherweise fanden die offiziellen Gedenkfeiern am Point Alpha und am "Haus auf der Grenze" bei Rasdorf und Geisa statt, doch dieser Ort ist ja nachträglich als Gedenkstätte eingerichtet worden. In diesem Jahr soll es wieder an jenen Ort zurückgehen, an dem seinerzeit die ersten Besucher aus dem Osten nach Hessen einreisen konnten.

"Wir haben uns schon länger Gedanken darüber gemacht, wie wir diesen Jahrestag feiern wollen", erklärt Orth. Dabei wurden auch die anderen Grenzgemeinden ins Boot geholt. Beim Besuch des Ministerpräsidenten ist auch die Staatskanzlei auf die Vorbereitungen aufmerksam geworden und Volker Bouffier entschied daraufhin, die offiziellen Feierlichkeiten ebenfalls in Philippsthal abzuhalten.

"Es ist natürlich wichtig für eine solche Veranstaltung, dass man einen symbolträchtigen Ort findet, der die Bedeutung dieses Ereignisses vermittelt", erklärt Regierungssprecher Michael Bußer gegenüber dem Kreisanzeiger. In Vacha und Philippsthal, die direkt durch die Grenze voneinander getrennt waren, werde dies aber sicher sehr authentisch vermittelt werden.

Am 9. November werden sich also voraussichtlich die beiden Regierungschefs der benachbarten Bundesländer in Philippsthal die Ehre geben (bei der thüringischen Ministerpräsidentin Christiane Lieberknecht ist es allerdings noch nicht ganz sicher; Sie muss erst bei der Landtagswahl im September in ihrem Amt bestätigt werden) – und  Philippsthal wird noch einmal wie vor 25 Jahren im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.Auf dem Programm stehen unter anderem ein ökumenischer Gottesdienst sowie ein gemeinsamer Spaziergang am ehemaligen Grenzöffnungspunkt an der Brücke der Einheit. Dabei ist geplant, eine symbolische Grenzmauer noch einmal einzureissen.Im Schlosshof wird es ein Bürgerfest geben.

Und abends lockt das Konzert des Kulturweckers mit dem länderübergreifenden Ost-/West-Duo Ute Freudenberg (aus Thüringen) und Christian Lais (aus Baden-Württemberg) – ab 18 Uhr in der Kreuzberghalle.

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