Flüchtlingskinder verkauften Waffeln in Bebra

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Mit ihrem Engagement unterstützen sie den Förderverein der Brüder-Grimm-Gesamtschule.

Bebra.  Flüchtlingskinder der Brüder-Grimm-Gesamtschule verkauften am Samstag im Herkules Waffeln für den Förderverein. Pünktlich um neun Uhr morgens trafen die ersten Kinder der fünften Klasse am Bünberg ein. Sie alle besuchen die Intensivklasse Deutsch als Zweitsprache und sind noch nicht lange in Deutschland. Manche von ihnen waren ein oder sogar zwei Jahre auf der Flucht, bis sie endlich nach Deutschland kamen – in ein sicheres Land – in ein Land, in dem sie endlich wieder Kind sein können. Die Kinder selber begreifen sich schon lange nicht mehr als „Flüchtlinge“.

Sie sind Schüler der Brüder-Grimm-Gesamtschule, gehören dazu und wollen auch so bezeichnet werden. Und so backten sie ehrgeizig und voller Stolz Waffeln für den Förderverein „ihrer Schule“ und erweiterten „ganz nebenbei“ noch ihre Deutschkenntnisse. Sie sprachen Kunden auch direkt an und lernten nach der ersten Enttäuschung, über sich hinaus zu wachsen, trotzdem weiter zu fragen, bis der nächste Kunde wieder eine Waffel kauft. Einer der Schüler half sogar von morgens neun Uhr bis nachmittags um fünf – und das während des Ramadan.

Viele Kunden des Herkules Marktes lobten die Aktion und auch die Lehrer, Martin Ludwig und Sabine Haußen, sind stolz auf ihre Schüler. Ihnen geht es bei dem Projekt auch darum, zu zeigen, wer die Flüchlinge sind; eine Begegnung herzustellen zu Menschen, die bisher wenig oder keine Berührungspunkte zu ihnen hatten; zu helfen, Ängste vor dem Fremden, vor dem, was man nicht kennt, abzubauen. Dabei bekommen sie auch Unterstützung von Wolfgang Schneider und Walther Harbusch, die bei der Organisation und Durchführung des Projektes tatkräftigt unterstützen. Insgesamt 470 Euro brachte die Aktion den Schülern ein.

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