Wasserburg Schwarzenhasel für Denkmalspreis nominiert

Von Links: Heike Madus von der Denkmalschutzbehörde Hersfeld-Rotenburg, Hilmar von Bodelschwingh und Bezirkskonservator Ansgar Brockmann bei einem Ortstermin in Schwarzenhasel.

Die Wasserburg Schwarzenhasel ist in der Auswahl zum Denkmalschutzpreis 2017.

Schwarzenhasel. Ein besonderes Kleinod ist die Wasserburg am Rande Schwarzenhasels schon seit ihrer Errichtung im Jahr 1371. Jetzt ist das Gebäude in der Auswahl für den Hessischen Denkmalschutzpreis 2017. Denn der Eigentümer Hilmar von Bodelschwingh hat das historische Gebäude, das sich seit über 100 Jahren im Besitz seiner Familie befindet, in den letzten Jahren umfassend renoviert. „Es war viel zu tun“, berichtet er. „Mein Ziel war es, so zu reparieren, dass ich auf absehbare Zeit keinen Ärger mehr damit habe.“ „Fachwerkhäuser sind recht pflegeintensiv“ weiß Bezirkskonservator Ansgar Brockmann. Oftmals würden eher kosmetische Reparaturen vorgenommen, so dass Schäden unter der Oberfläche lange unbemerkt bleiben.

Doch die Sanierung hielt nicht nur unangenehme Überraschungen bereit. So wurden im Inneren verborgene Deckengemälde und Tapeten aus dem 19. Jahrhundert gefunden und konnten fachgerecht restauriert werden. Über die unerwarteten Funde freuten sich nicht nur die Denkmalpfleger, auch für von Bodelschwingh war es faszinierend, auf diese Spuren der früheren Bewohner zu stoßen. Er selbst hat nun mit der Sanierung ebenfalls seine Spuren in der Gestaltung des Gebäudes hinterlassen, vor allem mit der Neugestaltung des Balkon-Anbaus. In seiner dezenten Ausgestaltung fügt er sich dem Gesamtbild unter, ist aber bewusst modern konzipiert. „Was so tut, als wäre es historisch, sieht meistens nach nichts aus“, meint von Bodelschwingh. „So sieht man, dass es nachträglich angebaut wurde.“

Auch bei den Konservatoren stieß die stimmige Ausgestaltung trotz der modernen Elemente auf Zustimmung, so dass das Ergebnis als beispielhafte denkmalgerechte Sanierung in die Wettbewerbsauswahl aufgenommen wurde.

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