Wedel, Koch und aktive Flüchtlingshelfer: Das sind meine Gewinner

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Kommentar von KA-Redakteur Rick Fröhnert mit einem Blick zurück auf das Jahr 2015 im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Ein persönlicher Jahresrückblick von KA-Redakteur Rick Fröhnert:

Passend zum Jahresende ­wurde in Deutschland wieder das Wort des Jahres gewählt. Es lautet 2015:  "Flüchtlinge". Kein Wunder, immerhin ist das ein Thema, an dem wirklich niemand in den vergangenen 365 Tagen vorbeikam. Auch in Waldhessen nicht. Viel diskutiert wurden vor allem die ­Nutzung der Alheimer ­Kaserne in Rotenburg als Erstauf-­nahmeeinrichtung oder der Umbau des ehemaligen ­Herkulesmarktes in eine Flüchtlingsunterkunft. Auch wenn jeder seine ­Meinung zu diesem Thema ­haben darf, ist doch klar: Deutschland hat sich hier 2015 nicht immer von ­seiner guten Seite gezeigt. Anschläge auf Unterkünfte für Asylanten in ganz Deutschland waren erschreckend. Waldhessen jedoch zeigte sich hier stets gastfreundlich und offen, zahl-­reiche Integrationsprojekte in der Region tragen bereits jetzt Früchte. All diese Bürger, die sich aktiv eingesetzt haben, gehören ­definitiv zu den Gewinnern des vergangenen Jahres.

Ebenso der neue Landrat, Dr. Michael Koch. Anfang des ­Jahres noch in einer ­spannenden Landratswahl gewählt worden, hat sich Koch bereits bestens in der Region eingefunden. Zuletzt durfte er das erste Mal seit Jahren einen ausgeglichenen Kreishaushalt vorstellen und behielt auch bei der Sonderzuweisung von rund 1.000 weiteren Flücht-­lingen einen kühlen Kopf. ­Bravo!

Denkt man an Waldhessens Gewinner des Jahres, kommt man aber auch an Dr. Dieter Wedel nicht vorbei. Der Neu-Intendant ­hatte es nicht leicht, waren die Festspiele in den vergangenen Jahren doch eher durch ­Zankereien in den ­Medien vertreten. Wedel hat es geschafft – mit jeder Menge Promi-Flair auf dem roten ­Teppich, einem tollen Be-­wirtungskonzept rund um die Stiftsruine und ­bekannten ­Namen auf der Bühne – das angeknackste ­Image der Fest-­spiele aufzu­polieren. Und das alles in seinem ersten Jahr in Bad Hersfeld. Ich freue mich schon auf Wedels zweite ­Saison als ­Intendant der Festspiele.

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