Weil Haushalt fehlt: Sportanlagen verwildern

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Heringen. Es sprießt und rankt auf den Heringer Sportstätten - Ries: "Wir können nicht ewig warten."

Heringen. Eine Haushaltsverabschiedung für das Jahr 2014 ist in Heringen mehr als dringend – das Geld fehlt an vielen Stellen. Zusehends verwildert beispielsweise die Heringer Sportanlage. Am Rand der Tartanbahn wuchert Unkraut, auch Zuschauerränge und die Sprunggrube sind mit Grün bedeckt, das Kassenhäuschen ist mit Graffiti-Schmierereien überzogen.

Eine unhaltbare Situation, findet KA-Leser Fritz Schäfer: "Die Sportanlage, die von den Schulen und Vereinen für sportliche Tätigkeiten genutzt wird, befindet sich in einem desolaten Zustand." Für Schäfer stellt sich die Frage, "ob die Stadt nur noch Geld für die Finanzierung der Prozessorgien des Bürgermeis-ters aufbringen kann." Hans Ries’ Antwort zeigt, wie verzweifelt die Lage wirklich ist: "Wenn ich endlich einen Haushalt bekomme, kann ich auch Dinge erledigen, die nicht zu den unverzichtbaren und unaufschiebbaren Pflichtaufgaben einer Kommune gehören." Die Stadt Heringen lebe derzeit dem Grunde nach noch von den restlichen Haushaltsmitteln und Kreditgenehmigungen aus dem letzten Jahr. Somit können nur die bis dahin ausgeschriebenen Maßnahmen fortgesetzt werden. Inzwischen müsse man sogar Vereinen – bis hin zum Frauenhaus – die üblichen Spenden verweigern.

Ries: "Allerdings hat sich die SPD erkennbar dazu entschieden, dass es für die Heringer Sozialdemokratie viel wichtiger ist, Herrn Bock (CDU) zu folgen, als solch wichtige Unterhaltungsmaßnahmen zu ermöglich." Der Bürgermeister spielt darauf an, dass über den seit Februaer eingebrachten Haushalt derzeit noch nicht beraten, wurde. Ganz zu Schweigen von einer Verabschiedung.

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