„Weißer Ring“ hilft Gewaltopfern – auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Landrat Dr. Michael Koch (li.) im Landratsamt mit Mitarbeitern des "Weißen Rings": Das sind von links nach rechts Anne Burhenn, Kay Gerden, Fritz Eckhardt, Irke Ursprung und Annett Merrath. Foto: nh

Landrat Dr. Michael Koch im Gespräch mit der Hilfsorganisation "Weißer Ring": Die Organisation benötigt weitere aktive Helfer.

Hersfeld-Rotenburg. Die Hilfsorganisation „Weißer Ring“, die Opfern von Straftaten zur Seite steht, will verstärkt vorbeugend tätig werden und sucht daher auch den Kontakt zu Schulen und dem Jugend- und Sozialamt. Das hat der Leiter der Außenstelle für den Kreis Hersfeld-Rotenburg, Kay Gerden, in einem Gespräch mit Landrat Dr. Michael Koch betont. Dazu sei man auch an einer engeren Zusammenarbeit mit Sozialdezernentin Elke Künholz interessiert.

Während des Meinungsaustauschs im Landratsamt bezeichnete der Landrat die Mitarbeiter des Weißen Rings als „sehr hilfreich und sehr engagiert“. Dr. Koch lobte die ehrenamtlichen Helfer und dankte ihnen für ihre wertvolle Arbeit. Nach Angaben des Weißen Rings haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Jahr 2016 kreisweit 1350 Stunden aufgewendet und den Opfern von Gewalt psychologische Erstberatungen, persönliche Betreuungen, Begleitung bei Gerichtsterminen und finanzielle Hilfen angeboten. Derzeit erfahren 18 Menschen eine persönliche Beratung. Die Bevölkerung wisse oftmals zu wenig über den Weißen Ring, appellierte der Landrat an die Öffentlichkeit, die Angebote der Hilfsorganisation im Bedarfsfall zu nutzen. Zudem benötigt die Organisation selbst weitere aktive Helfer und die Unterstützung durch neue Mitglieder.

Weiße-Ringer-Helfer Kay Gerden: „Wir brauchen vor allem Personen, die sich bei uns ausbilden lassen und Freude am Umgang mit anderen Menschen haben. Das ist die eigene Motivation unserer Organisation: Menschen helfen zu wollen und nicht zuerst an sich selber denken zu wollen.“ Der Weiße Ring bezeichnet sich als „unabhängige und private Bürgerinitiative“ und arbeitet bundesweit in 18 Landesbüros und 420 Außenstellen mit 3.200 ehrenamtlichen Helfern. Er finanziert sich von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Die Außenstelle Hersfeld-Rotenburg hat acht Mitarbeiter und 128 Mitglieder. Unter der Rufnummer 116006 bekommen Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind, kostenlos, täglich und bundesweit von 7 bis 22 Uhr Rat und Hilfe – auch anonym.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Polizei bittet um Hilfe: 53-jährige Hersfelderin vermisst

Die 53-jährige Hersfelderin Ute Gerda Doberstein wird seit heute, 16. Februar, vermisst. Zuletzt wurde sie gesehen, als sie in ihren silberfarbenen Opel Astra stieg und …
Polizei bittet um Hilfe: 53-jährige Hersfelderin vermisst

Bad Hersfeld: 12.500 Euro Schaden durch missachtete Vorfahrt

Freitagmittag, 14. Februar, war der Fahrer eines Sprinters auf der Wippershainer Straße unterwegs. Als er in die Leinweberstraße abbiegen wollte, übersah er einen …
Bad Hersfeld: 12.500 Euro Schaden durch missachtete Vorfahrt

Unter Drogen und ohne Führerschein: Polizei stoppt Eschweger in Breitenbach

Sonntagmorgen, 16. Februar, wurde ein 23-Jähriger aus Eschwege kontrolliert. Das Ergebnis: Kein Führerschein, falsches Kennzeichen und unter Drogeneinfluss hinterm …
Unter Drogen und ohne Führerschein: Polizei stoppt Eschweger in Breitenbach

Bebra: 23.000 Euro Schaden bei Auffahrunfall

Samstagabend, 15. Februar, war ein 72-Jähriger aus Bebra auf der Luisenstraße unterwegs. Als er seine Geschwindigkeit verringerte um Vorfahrt zu gewähren, fuhr ihm ein …
Bebra: 23.000 Euro Schaden bei Auffahrunfall

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.