Weltstar im KA-Gespräch: Status Quo-Bassist John Edwards mit Rhino’s Revenge in Rotenburg

Von links: Schlagzeuger Richard Newman, Status Quo-Bassist John „Rhino“ Edwards und Sohn Freddie rockten am Samstag als Rhino’s Revenge den Bürgersaal. John Edwards Schlaf-Shirt mit der Aufschrift „Rhino work, supply co.“ darf auf Tour nicht fehlen. Foto: Buschky

Der Rockmusiker John Edwards gastierte mit Sohn Freddie und seiner Band Rhino's Revenge in Rotenburg.

Rotenburg. Einen echten Weltstar konnten die Besucher am Samstagabend im Rotenburger Bürgersaal hautnah erleben – durch Songs wie „Whatever you want“ und „Down Down“ wurde der Bassist John „Rhino“ Edwards mit seiner Band Status Quo weltberühmt. Am Wochenende war Edwards mit seiner eigenen Band, Rhino’s Revenge, auf der Bühne zu sehen. Vor dem Konzert sprach der KA mit dem Rockmusiker.

Nur wenige Stunden zuvor stand ihr Auftritt in Rotenburg auf der Kippe, denn bei ihrem Konzert am Abend zuvor klappte Gitarrist Craig Joiner mitten auf der Bühne zusammen – Herzinfarkt war die erschreckende Diagnose. „Das war das schlimmste, was mir jemals im Leben auf der Bühne passiert ist“, erzählt Edwards dem KA. Damit sie ihr Konzert in Rotenburg nicht absagen mussten, ließ Edwards extra seinen Sohn Freddie einfliegen. Er ist ebenfalls Gitarrist in einer Band und konnte spontan einspringen. Mit Freddie machte Edwards schon öfter Musik, deshalb seien sie schon ein eingespieltes Team. „Freddie ist legendär. Er hat die Show gerettet“, freute sich Edwards. Das schreckliche Ereignis am Vorabend könnte für ihn eine Art „déja vu“ gewesen sein, denn mit Status Quo erlebte er einen ähnlichen Vorfall: In 2016 brach Gitarrist Rick Parfitt nach einem Konzert in Antalya zusammen und erlitt einen Herzinfarkt. Einige Monate später starb Parfitt an einer Infektion. „Ich denke jeden Tag an Rick. Er ist für immer in unseren Herzen“, so der Status Quo-Bassist.

Anschließend hakte der KA nach, ob es ihm in Deutschland gefällt. „Schrecklich ist es hier“, scherzte der Rockmusiker. Am meisten begeistert sei er von dem deutschen Essen. Aus diesem Grund mussten die Organisatoren der Stadt Rotenburg am Abend extra Bratwurst kaufen und grillen – denn Edwards und seine Jungs lieben deutsche Bratwurst.

In seiner Freizeit, wenn Edwards mal keine Musik macht, ist er gerne an seinem feststehenden Wohnwagen in Sussex, an der Küste im Süden von Großbitannien. Außerdem sei er vom britischen Nationalsport Kricket sehr begeistert. In seiner Freizeit verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Frau, mit der er bereits über 40 Jahre verheiratet ist. „Wegen der Musik bin ich viel unterwegs und nicht so oft zu Hause. Es ist manchmal traurig, dass ich nicht so oft zu Hause sein kann“, erklärt Edwards.

Ein festes Ritual bevor er auf die Bühne geht, habe Edwards nicht. Er wäre zwar vor dem Konzert immer etwas nervös, was aber verflogen ist, sobald er auf der Bühne steht. „Etwas nervös bin ich nur dann, wenn es keine Bühne gibt und wir ganz nah vor dem Publikum stehen“, so der Musiker, der sich während des Gesprächs zwei Gläser Rotwein gönnte und sich noch mit einem Brötchen stärkte.

Sehr wichtig sei es für ihn, die Songtexte für Rhino’s Revenge selbst zu schreiben. Im Duchschnitt brauche er für einen Songtext etwa 50 Stunden. Er machte keinen Hehl daraus, dass er seine Songtexte sehr gut findet: „I’m the Frank Sinatra of Rock“, erklärte er lachend. Musik machen bedeute ihm sehr viel, denn Musik habe ihm in schweren Zeiten schon oft geholfen. „Rock’n roll saved my life“, so der Status Quo-Bassist abschließend.

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