Weniger Kosten: Kita-Besuch in Heringen soll günstiger werden

Der Magistrat in Heringen werde der Stadtverordnetenversammlung vorschlagen, die Kita-Gebühren zu senken

Heringen.  Der Kita-Besuch soll in der Stadt Heringen (Werra) günstiger. Dies werde der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorschlagen, gibt Heringens Bürgermeister Daniel Iliev bekannt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung wäre ab 1. August 2018 eine Betreuungszeit bis sechs Stunden kostenfrei; der Ganztagsplatz mit 9,5 Stunden Betreuungszeit würde demnach mit 79,10 Euro zu Buche schlagen.

„Die Stadt Heringen (Werra) ist attraktiv für junge Familien. Dies sehen wir nicht zuletzt an unseren außergewöhnlich gut gefüllten Bildungs- und Betreuungseinrichtungen“, freut sich Iliev. Die Stadt sei demnach nicht nur attraktiver Arbeits-, sondern auch Lebens- und Wohnmittelpunkt.

Dass die Vorbereitungen dazu nicht gänzlich einfach waren, verbirgt Iliev nicht. So tappte man als Kommune nicht nur lange im Dunkeln, was die gesetzliche Neuordnung anbelange; ebenso sei es Anspruch der Verwaltung gewesen, zunächst in Gesprächen mit Politik und Eltern ein Stimmungsbild abzuholen. „Alles was günstiger wird, muss natürlich irgendwie finanziert werden; da geht es uns nicht anders als der Schwäbischen Hausfrau. Stand jetzt ist, dass wir eigentlich circa 400 Euro pro Kitaplatz nehmen müssten, um die Kosten zu decken. Abzüglich der Landesförderung pro Kind in Höhe von 135,60 Euro sowie der errechneten künftigen Beiträge für Ganztagesplätze von 79,10 Euro blieben immerhin 185,30 Euro, die wir pro Kind bezuschussen. Dies berücksichtigt der Gesetzgeber nicht, wenn er von Beitragsfreiheit spricht“, kritisiert der Rathauschef.

Bereits heute bezuschusst die Stadt Heringen (Werra) den Kita-Bereich mit etwa 2.2 Millionen Euro. Ein „Luxus, den wir uns auch gerne leisten“, den die Stadt aber angesichts ihrer problematischen finanziellen Situation dennoch in Griff halten wolle, wie Iliev betont. So plane die Stadt trotz der Gebührenfreiheit die städtischen Kosten zumindest nicht auszuweiten. Erreicht werden solle dies durch effizientere Strukturen und Optimierungen im Verwaltungsbereich. Dass es noch zu Änderungen kommen kann, verbirgt Iliev nicht. Vor der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung im Mai wird es nochmals einen Austausch zwischen Verwaltung, Elternvertretern und Politik geben.

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