Weniger Verkehr in der Innenstadt

Lieferzeiten in der Fußgängerzone werden eingeschränkt

Bad Hersfeld.  Zum 14. Januar verkürzen sich im Bereich der gesamten Fußgängerzone die zulässigen Zeiten für das Be- und Entladen. Das teilte jetzt die zuständige Verkehrsbehörde der Kreisstadt mit, die eine entsprechende Anordnung nach § 45 Straßenverkehrsordnung (StVO) erlassen hat. Das Be- und Entladen wird damit ab dem 14. Januar 2019 montags bis freitags von 6 bis 10 Uhr und von 19 bis 21 Uhr möglich sein (bislang 6 bis 11 Uhr und von 18 bis 21 Uhr). Die Lieferzeiten an Samstagen bleiben unverändert bei 6 bis 10 Uhr. Die Beschilderung im Bereich sämtlicher Einfahrten zur Fußgängerzone wird entsprechend geändert. Welche Straßen und Bereiche genau von der neuen Regelung betroffen sind, kann auch auf der städtischen Internetseite  eingesehen werden. Die städtische Ordnungsbehörde wird die Einhaltung der Be- und Entladezeiten besonders kontrollieren. Alle heimischen Unternehmen in der Fußgängerzone werden gebeten, ihre Zulieferer auf die Änderungen hinzuweisen. Bürgermeister Thomas Fehling hatte den Schritt bereits in seiner Haushaltsrede am 8. November angekündigt. „Ein großes Ärgernis sind die vielen Paket- und Lieferfahrzeuge, die zum Teil bis mittags die Fußgängerzone belagern. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen für die Fußgänger und insbesondere für Kinder und Senioren.“ Das sei aus seiner Sicht „völlig inakzeptabel.“ Fehling weiter: „Die Fußgängerzone muss wieder uneingeschränkt den Fußgängern gehören, damit man in Ruhe bummeln gehen kann und Kinder sich frei und sicher bewegen können.“ Dabei wies er angesichts des erwartbaren „Aufschreis“ darauf hin, dass das Thema bereits seit einem Jahr in verschiedenen Gesprächsrunden und in den Medien intensiv vorgestellt wurde. Leider hätten die Akteure von sich aus bislang aber keine einzige Verbesserung herbeigeführt. „Das finde ich sehr schade“, so Fehling. „Die Firmen haben die Chance nicht genutzt. Man kann hier klar von Marktversagen sprechen, so dass Bad Hersfeld im Sinne der Daseinsvorsorge grundlegend eingreifen darf und dies auch tun wird.“ Man arbeite zudem aktuell daran, an den Einfahrtspunkten zur Fußgängerzone Verkehrsüberwachung zu installieren, damit alle unbefugten Einfahrten sofort festgestellt und geahndet werden können. Wer eine Ausnahmegenehmigung habe, brauche jedoch nichts zu befürchten.

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