Werner David stellt Energie-Konzept vor

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Werner David von der FDP. Foto: nh

Energieknotenpunkt Hersfeld-Rotenburg strategisch sinnvoll nutzen!

Waldhessen. Den Landkreis "fit machen" für die ­Zukunft. Mit diesen Worten stellt Landratskandidat Werner David sein Energie-Konzept für Hersfeld-Rotenburg vor. Kern des Konzeptes ist die strategisch sinnvolle Nutzung der deutschlandweiten Verkehrs- und Energiewege, deren Knotenpunkt in unserem Landkreis liegt.

Der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und unsere klimapolitischen Ziele stellen uns in Deutschland vor gewaltige Aufgaben. Innerhalb eines Jahrzehnts wollen wir nicht nur den Ausstieg aus der Kernenergie geschafft haben, sondern müssen vor allem den Einstieg in das Zeitalter der regenerativen Energien erfolgreich gemeistert haben. Bis 2050 wollen wir bei der Stromversorgung zudem auf regenerative Energien setzen.

"Diese Herausforderung sehe ich als eine Chance für unsere Region.", sagt Landratskandidat Werner David. "Denn Hersfeld-Rotenburg liegt an einem strategisch günstigen Knotenpunkt, an dem sich die deutschlandweiten Verkehrs- und Energiewege treffen."

Dazu gehören z. B. auch  die 380 KV-Leitung Wahle / Mecklar, die Win Gas-Leitung, die Laugenabwasserkeitung K+S (Osmose-Technik/Pilotanlage) und der Gasspeicher bei Reckrod. Zudem befindet sich das Fraunhofer-Institut am Eichhof in Bad Hersfeld, wo man u. a. an der Entwicklung von  "Power-to-Gas-Anlagen" forscht. Power-to-Gas-Anlagen werden benötigt, damit Strom in synthetisches Gas umgewandelt und anschließend gespeichert werden kann. Dies ist eine Option für die langfristige Speicherung der Wind- und PV – Energie.

"Gerade wir im ländlichen Raum sollten neue Techniken und Innovationen in einem ganzheitlichen Rahmen umsetzen. Dabei dürfen wir jedoch die Wirtschaftlichkeit und die globale Einbindung von Netzstrukturen nicht aus den Augen verlieren. Gerade im Zusammenhang mit der geplanten Südlink-Stromtrasse sollten wir rechtzeitig unsere Forderungen und Positionen klar definieren ", sagt Werner David und benennt daher drei konkrete Forderungen und Ziele:

1. Den weiteren Ausbau der  Pilotanlage  "Power-to-Gas"  am Eichhof und die Errichtung einer Testanlage in Hersfeld-Rotenburg, die eine Technologieerprobung und Weiterentwicklung ermöglicht, sowie die Schaffung der systemtechnischen Vorrausetzungen zur großtechnischen Nutzung. Dafür die Bereitstellung zusätzlicher Forschungsmittel von Land und Bund, um die Realisierung des Projektes zu beschleunigen.

2. Die Einrichtung eines Studiengangs für Nachhaltigkeitswissenschaften am Hochschulstandort Bad Hersfeld. Ein entsprechender Lehrplan könnte hierbei in gemeinsamer Abstimmung zwischen dem Landkreis, dem Kompetenzzentrum für Energie- und Klimaschutz der Kreisstadt Bad Hersfeld und den Verantwortlichen der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) entwickelt werden.

3. Die Einführung einer Projektgruppe zur Errichtung eines "Bioenergiedorfes".

Dies kann als Modell für zahlreiche Gemeinden im ländlichen Raum dienen und ermöglicht es unser Region Innovationsführer bzw. Trendsetter zu sein.Neben der führenden Forschungskompetenz des Fraunhofer-Instituts gibt es jedoch noch weitere Aspekte des Energieknotenpunktes Hersfeld-Rotenburg, die stärker ausgeleuchtet werden sollten. So sollte zusätzlich das Thema "dezentrale Energieversorgung" stärker in die Überlegungen einbezogen werden. Das gehören u.a. private Energiegenossenschaften, kommunale Nahwärmenetze, Holzschnitzel- sowie Biogasanlagen. Hierfür ist es sinnvoll, ein internationales Ideen- und Expertenforum ins Leben zu rufen und mit einzubeziehen.

"Es ist besser, vorhandene Kompetenzen und Infrastruktur zu nutzen, als teuer und umständlich irgendwo ganz neu aufzubauen. Mit diesen Ansätzen können wir die Energiewende in unserem Landkreis zügig und strategisch sinnvoll gestalten.", fügt Werner David als Fazit hinzu.

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