Das Wildecker Schwimmbad kann Leben retten!

Wildeck. In der Wildecker Gemeindevertretersitzung am kommenden Donnerstag soll über die Zukunft des Wildecker Hallenbades entschieden werden.Nach Me

Wildeck. In der Wildecker Gemeindevertretersitzung am kommenden Donnerstag soll über die Zukunft des Wildecker Hallenbades entschieden werden.

Nach Meinung der Wildecker SPD ist das ein Antrag, "der bei genauerem Hinsehen nichts anderes beinhaltet, als die Weichen auf Schließung des Bades zu stellen", so Armin Körzell, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Wildecker Gemeindevertretung.

Und gegen eine mögliche Schließung protestieren die Wildecker Sozialdemokraten vehement. Körzell: "Wir stehen für den Erhalt des Hallenbades. Badebetrieb ist ein Bedürfnis der Bevölkerung und dient der Gesundheitsförderung in allen Altersstufen. Außerdem ist das Hallenbad ein Ort sozialer Kontakte."

Ganz oben auf der Liste der Argumente, die für den Erhalt des Bades sprechen, steht bei den Sozialdemokraten: Schwimmen lernen!

Körzell: "Deutschlandweit sind im vergangenen Jahr 474 Menschen ertrunken. Der größte Teil waren Nichtschwimmer. Alarmierend ist auch, dass nach einer Studie von 2007 jeder fünfte Elfjährige nicht schwimmen kann – Tendenz steigend. Unsere Schulen mit ca. 900 Schülern liegen in unmittelbarer Nähe zum Bad. Der im hessischen Lehrplan geforderte Schwimmunterricht kann somit ohne zusätzliche Fahrzeiten der Schüler und damit verbundenen Kosten abgedeckt werden."

Außerdem sei das Wildecker Hallenbad ein Ort für rege ehrenamtliche Vereinsarbeit. "Bei einer Schließung würde den Vereinen ihre Lebensgrundlage entzogen. Das Wildecker Hallenbad ist ein Baustein eines Sportzentrums, das seinesgleichen sucht", so Körzell.

Dass das Schwimmbad ein Zuschussgeschäft ist, dessen ist sich die SPD bewusst. Körzells Meinung dazu: "Der Nutzen einer solchen Einrichtung ist finanziell nur schwer messbar." Im Übrigen stünde zur Renovierung des Hallenbades ein bereits bewilligter Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro vom Land Hessen bereit. "Legt man jetzt die Kostenschätzung der Gemeinde zur Renovierung des Bades in Höhe von 1,04 Mio. Euro zugrunde, könne man mit 540.000 Euro ‘Gemeindegeld’ das Wildecker Hallenbad erhalten und für möglicherweise weitere 40 Jahre nutzen", rechnet Körzell vor.

Deshalb appelliert er an die Wildecker: "Mit der Schließung des Wildecker Hallenbades ginge uns wieder ein Stück Lebensqualität in der Gemeinde, in der wir alle leben, verloren! Wir laden alle interessierten Bürger zur oben genannten Gemeindevertretersitzung am Donnerstag um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Wildeck-Hönebach ein."

Der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der CDU und der Freien Wähler Gemeinschaft als PDF

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