„Wir tun, was geht“

Vom FREITAG: Regenflle sorgten fr teilweise fatale Auswirkungen Anwohner sagen: Die Stadt muss doch was machenVon JU

Vom FREITAG: Regenflle sorgten fr teilweise fatale Auswirkungen Anwohner sagen: Die Stadt muss doch was machen

Von JULIA KRNIG und KARSTEN KNDL

Bad Hersfeld. Die extremen Regenflle in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte fatale Auswirkungen auf ganz Bad Hersfeld. Vollgelaufene Keller, berschwemmte Grten und berflutete Strae waren die Folgen.

Fr die Anwohner im Hubertusweg war es besonders schlimm. Theo Pawel, der dort wohnt: Die Straen waren zu und die Keller voll. Teilweise habe das Wasser bis zu 70 cm hoch in den Kellern gestanden. Pawel: Die Pumpen sind hei gelaufen und wir haben mit Eimern versucht, den immer wiederkehrenden Wassermassen Herr zu werden. Doch ohne Erfolg! Nach Aussage von Theo Pawel lief das Wasser in der Nacht zwischen 1 und 2 Uhr wie ein Bach ber die Staen und durch die Grten. Sein Garten und der seiner Nachbarin stehen immer noch total unter Wasser. Das Wasser geht ja nicht weg, es drckt von berall rein, so Pawel und einige andere Anwohner.

Die Stadt muss doch was machen

Die Anwohner des Hubertuswegs glauben, dass man sich vor sowas schtzen knnte. Die Stadt htte bestimmte Schieber rechtzeitig ffnen knnen, damit das Wasser ablaufen kann. Dann wre es nicht zu solchen Auswirkungen gekommen. Doch sobald man sich an die Stadt wende, werde man nur vertrstet.

Das dementiert Volker Ehrich stellvertretender Betriebsleiter des stdtischen Abwasserbetriebs: Im ganzen Stadtgebiet kam es in dieser Nacht zu extremen Auswirkungen. Auch am Hubertusweg existieren automatische Drosseln und Schieber, die die Wassermenge regulieren, so dass das Wasser abflieen kann. Aber fr solch ein extremes Regenereignis ist das Kanalnetz nicht ausgelegt.

Wir tun, was geht

Dadurch sei es zu Betriebsstrungen gekommen, die die Mitarbeiter des stdtischen Abwasserbetriebs jedoch so schnell wie mglich behoben htten. Ehrich: Wir tun was geht. Das System hat sich ber die ganzen Jahre hinweg bewhrt. Aber bei solchen Wassermassen gert auch die Technik an ihre Grenzen.

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EXTRA INFO (1)

Hauseigentmer sind verpflichtet...

Volker Ehrich stellvertretender Betriebsleiter des stdtischen Abwasserbetriebs: Was viele Hauseigentmer nicht wissen: Grundstzlich sind Hauseigentmer dazu verpflichtet, Rckstau-Verschlsse einzubauen. Damit kann verhindert werden, dass Wasser aus der Kanalisation in den Keller eindringt.

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EXTRA INFO (2)

Feuerwehr war 16 Stunden im Einsatz

Von der Unwetterfront, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ber die Region zog, blieb auch die Kreisstadt und deren Einsatzkrfte der Feuerwehr nicht verschont. Allein von Donnerstagabend 21 Uhr bis Freitag 13 Uhr waren rund 30 Einsatzkrfte mit der Beseitigung der Schden und Wassermassen im Einsatz.

Christian Sasse, Pressesprecher der Feuerwehr Bad Hersfeld berichtet: In dem Zeitraum (ber 16 Stunden) mussten 18 Einsatzstellen von uns abgearbeitet werden. Betroffen waren sowohl Ein- und Mehrfamilienhuser, wie auch Versicherungen und Banken, die alle Wassereinbrche, gerade in den Kellerrumen, verzeichneten.

Zahlen: In der Nacht von Donnerstag regnete es teilweise 50 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Jahresdurchschnitt in Bad Hersfeld liegt bei 750 Litern pro Quadratmeter.

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