„Wir zahlen 99 Millionen Euro Steuern“

K+S-Chef Norbert Steiner im KA-Gesprch: 360 Millionen Euro fr neue Technologien" Von RAINER HAHNE Waldhessen. Der letzte Wahlk

K+S-Chef Norbert Steiner im KA-Gesprch: 360 Millionen Euro fr neue Technologien"

Von RAINER HAHNE

Waldhessen . Der letzte Wahlkampf in Hessen hatte die Fhrungsspitze von K+S in Kassel auf 180 gebracht. Ungewohnt scharfe Tne wurden angeschlagen als im Koalitionsvertrag zwischen Grnen und SPD die Frist fr den Umbau des Unternehmens ohne Rcksprache verndert worden war. Im Kreisanzeiger-Gesprch verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner die Situation seines Unternehmens.KA: Wenn wir ber K+S reden, was steckt eigentlich hinter diesen beiden Buchstaben?Steiner: Wir reden ber ein weltweit ttiges Unternehmen mit 12.300 Mitarbeitern, die allein in Hessen 209 Millionen Euro verdienen. Wir selbst kaufen bei hessischen Unternehmen jhrlich fr ber 120 Millionen Euro Gter und Dienstleistungen ein. Lohnsteuer bezahlen wir in Hessen 38 Millionen Euro, Gewerbesteuer 61 Millionen Euro. KA: Und ihre Produkte?

Steiner: Dngemittel, Pflanzenpflege und Salz - das sind unsere wichtigsten Geschftsfelder. Wir sind der einzige deutsche Rohstoffkonzern von Weltrang. Mit unseren Dngemitteln, die wir weltweit verkaufen, leisten wir einen unverzichtbaren Beitrag zur Ernhrung einer immer weiter steigenden Weltbevlkerung. Und zum Thema Salz brauche ich wohl nichts zu sagen. Salzprodukte sind berlebenswichtig fr uns alle.KA: Whrend des Wahlkampfes haben Sie mal so richtig auf den Tisch gehauen. Warum?Steiner: Es rgert mich ungemein, dass in der Politik Wissen ber Wirtschaft kaum vorhanden ist. Da gibt es zu viele, die studieren, bei irgend einem Politiker assistieren und dann selbst den Platz einnehmen. Mit dem Koalitionsvertrag wurde uns die Pistole auf die Brust gesetzt. Wir stellen gerade mit einem Riesenaufwand unsere Produktion um, wollen im Zukunft den Salzeintrag in Flsse um die Hlfte reduzieren. Das kostet 360 Millionen Euro. Durch Eindampfung und trockene elektromagnetische Verfahren reduzieren wir salzhaltige Abwsser um sieben Millionen Kubikmeter. Das sollte anerkannt werden, stattdessen wurde ber den Zeitplan verhandelt. Wir gehen mit diesem Plan an die Grenzen des fr uns finanziell und technisch machbaren. Da brauchen wir keine Querschsse.

KA: Wenn Sie den Salzeintrag halbieren sind die Flsse wieder sauber?

Steiner: Definitiv nein, eine Gesamtsanierung des kologischen Systems Werra-Weser findet nicht statt. In dem Wasser ist nicht nur Salz.ET: Der Dngemittelmarkt ist eingebrochen. Die Bauern kaufen weniger, weil die Getreidepreise im Keller sind. Wird bei K+S jetzt krzer gearbeitet?Steiner: Nein, wir haben in den letzten Jahren rund um die Uhr gearbeitet. Jetzt arbeiten wir die Zeitkonten ab und geben unseren Mitarbeitern die Mglichkeit, endlich mal wieder in Ruhe Weihnachten zu feiern.

KA: K+S als Sponsor wo sind Sie in Hessen ttig?Steiner: Kulturell, sozial, sportlich wir engagieren uns in der Jugendsportfrderung, helfen bei Musiktagen oder der Kindermuseumsnacht, untersttzen aber genauso Ausstellungen oder die Hersfelder Festspiele. Und nicht zuletzt helfen wir, zusammen mit der EXTRA TIP-Mediengruppe und vielen anderen, dem Kinderheim am Kleinen Holzweg.

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