Von Lolls zu Lolls: Rechnerische Gedanken zum Lullusfest

Kreisanzeiger-Leser Dirk Trümner hat sich – in Vorfreude auf das anstehende Lullusfest – mal rechnerisch mit Lolls beschäftigt:

In der Vorfreude auf das nun ­kommende Lullusfest habe ich mir mal ein paar rechnerische Ge­danken gemacht. Bei der Feuer­rede des Feuermeisters zum ­Löschen des Lullusfeuers heißt es: „...soll nun dreimal Hundert und sieben­undfünfzig Tage ruhen“.

So hat es Klaus Otto am Sonntag, 16. Oktober 2016 verkündet. Ich frage mich, stimmt das immer so?

Nein!

Vom Sonntag, 16. Oktober 2016, bis Montag, 16. Oktober 2017, sind es 364 Tage ohne Lolls. Wobei wir den Blauen Montag vernachlässigen können.

Von Lolls 2015 zu Lolls 216 waren es allerdings genau 357 Tage. Nur alle fünf bis sechs Jahre ist das Lollsjahr länger – genau 364 Tage. Lange Lollsjahre waren von 2016 auf 2017 und zum Beispiel von 2011 auf 2012. Das nächste lange Lollsjahr ist erst wieder von 2022 auf 2023.

2020 ist das nächste Schaltjahr (mit einem 29. Februar). Ist das Lollsjahr dann auch einen Tag ­länger? Nein! Denn Lolls fängt ­immer am Montag an. In Schaltjahren gibt es zwar ­einen Kalendertag mehr, aber keinen zusätzlichen Wochentag. Ergebnis: Ein Jahr hat immer genau 357 Tage oder genau 364 Tage ohne Lullusfeuer!

Bemerkenswert ist lediglich die große Ausnahme zur Kalender-­reform von 1582 – Umstellung auf den gregorianischen Kalender. Im Kalender des Jahres 1582 folgte auf Donnerstag, 4. Oktober dann Freitag, der 15. Oktober. Hier war das Lollsjahr also be-­deutend kürzer. Wie man es in Hersfeld damals umgesetzt hat, weiß ich aber nicht.

Ich wünsche allen ein schönes ­Lullusfest und ein erfolgreiches kommendes Lollsjahr!

Dirk Trümner, Bad Hersfeld

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