Zentrale Leistelle Hersfeld-Rotenburg eingeweiht

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Bad Hersfeld hat jetzt die modernste Leitstelle Hessens.

Waldhessen. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg verfügt nun über die modernste Rettungsleitstelle Hessens. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit konnte die neue Zentrale Leitstelle in den Räumen des früheren Kreistagssitzungssaal eingeweiht werden. Vor allem die Technik wurde dabei auf den neuesten Stand gebracht. Die Leitstelle in Hersfeld-Rotenburg ist die erste im Land, die über eine Schnittstelle an das sogenannte TETRA-Digitalnetz angeschlossen ist. Diese neu eingeführte Möglichkeit der digitalen Kommunikation über Funk erleichtert die Arbeit zwischen Notrufzentrale und Einsatzkräften: TETRA-Digitalfunk ist durch eine verschlüsselte Verständigung sicherer, (GPS)-Daten können noch detaillierter übersandt werden und die Handhabung ist einfacher. Ein einheitlicher Standard erleichtert außerdem im Ernstfall die Koordinierung der Leitstellen untereinander. So können sich bei einer Großlage auch mehrere Leitstellen virtuell zusammenschließen oder bei einem Ausfall einer Leitstelle kann jederzeit eine andere deren Aufgaben übernehmen. Bereits seit vergangener Woche werden hier alle eingehenden Notrufe bearbeitet, wobei sich allerdings für die Bürger nichts ändert – nur dass die Leitstelle jetzt noch schneller auf alle Gefahrenlagen reagieren kann. Bis zu 130 Notrufe sind es täglich, darüber hinaus stehen in der neuen und größeren Leitstelle neben den fünf regulären Arbeitsplätze bis zu fünf weitere zur Verfügung, um bei Katastrophenlagen die Hilfe zu organisieren. Eine weitere Besonderheit ist die Aufteilung der Technik in zwei separat gesicherte Technikräume, so dass auch bei einem Ausfall einer Technikanlage noch Kapazitäten zur Verfügung stehen, um die Leitstelle weiter zu betreiben. „Damit ist der Landkreis für den Fall der Fälle gut gerüstet“, sagte Landrat Dr. Michael Koch anlässlich der Einweihung der neuen Räume am Dienstag. Dabei dankte er der Landesregierung, die die Modernisierung der Leitstellen finanziell fördert. Allein für die neue Technik stellte das Land rund 16 Mio. Euro zur Verfügung. Gunnar Milberg vom Hessischen Innenministerium bekräftigte, dass man in Hessen am dezentralen Leitstellensystem festhalte, bei dem jeder Landkreis über eine eigene Leitstelle verfügt. Der Trend zur Zentralisierung bringe nicht unbedingt eine Ersparnis, das dezentrale System habe sich in der Vergangenheit hingegen gut bewährt. Thorsten Bloß, Leiter des Katastrophenschutzes im Landkreis, nannte als Beispiel die Ortskenntnis der Disponenten, die sich in ihrer Heimatregion gut auskennen und die Einsatzkräfte gezielt an ihren Einsatzort bringen können. Je größer das Einsatzgebiet, umso eher gibt es aber ähnliche oder gleiche Ortsnamen, was zu Verwechslungen führen kann (auch in Hersfeld-Rotenburg gibt es zwei Orte namens Breitenbach). Überdies verwies Landrat Dr. Koch auf den parteiübergreifenden Konsens, welcher der Sicherheit im Kreis höchste Priorität einräume. Immerhin habe der Kreistag einhellig seinen Tagungsraum aufgegeben, um den größten Raum der Kreisverwaltung für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

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