Ziegenmilch, Plumpsklo, Jurte – ein Leben als Nomade fernab der Zivilisation

Waldhessen/Erdenetsogt. Die medizinische Versorgung ist in Ländern wie Deutschland eine Selbstverständlichkeit.In der Mongolei nicht. "Dort ist

Waldhessen/Erdenetsogt. Die medizinische Versorgung ist in Ländern wie Deutschland eine Selbstverständlichkeit.

In der Mongolei nicht. "Dort ist das Leben sehr rau. Die Temperaturen schwanken schnell zwischen 20 Grad. Nachts ist es bitterkalt, tags-über über 30 Grad", erzählt Christina Köthe. Die 29-Jährige ist ehrenamtliche Helferin von Zahnärzte ohne Grenzen und gerade von einem zweidrei-wöchigen Einsatz in der Mongolei zurückgekehrt.

Die Waldhessin beschreibt die Situation: "Die meisten No-maden, die dort leben, sind Viehzüchter. Ihr Lebensraum besteht aus Steppe, Wüste, Dünen und Bergen. Die Mongolei ist das Land mit der geringsten Bevölkerungsdichte weltweit. Da verirrt sich kein Tourist hin". Ein Problem der Nomaden: Auf dem Land gibt es keine medizinische Versorgung. "Die Lebenserwartung liegt bei 60 Jahren.  Die meis-ten Nomaden haben noch nie einen Zahnarzt gesehen, weil sie keine Möglichkeit haben in die Stadt zu kommen oder weil sie es sich nicht leisten können. Deswegen leben viele jahrelang mit großen Schmerzen", so die zahnmedizinische Fachangestellte.

Die Lebensbedingungen dort sind sehr einfach. Die Menschen leben in kleinen Gemeinden, den sogenannten Sums. Dort bewohnen sie ihre Jurten. Das sind Zelte, die mit Lammfell gedämmt und mit einem Ofen ausgestattet sind. Sie ernähren sich hauptsächlich von Schaf- und Ziegenfleisch. Obst gibt es keins, an Gemüse nur Karotten und Kohl. Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht, sie versorgen sich mit dem, was sie haben.

Die Waldhessin erinnert sich: "Durch die fehlende Infrastruktur ist das Land weitestgehend unberührt. Die Natur ist phantastisch, die Luft sehr klar. Wo sieht man schon Adler in der Luft kreisen oder hört Wölfe heulen?"Der Hilfseinsatz in der Mongolei ist ein Erlebnis, an das sich die Waldhessin noch lange erinnern wird. Und sie ist sich sicher, das es nicht ihr letzter sein wird.

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