Zoff ums Rotwild

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Ein Kommentar von Philipp Ling zum Jagdstreit im Knüll

Verkehrte Welt, möchte man meinen: Die Jäger im Knüllwald sollen jetzt mehr Hirsche schießen – und beschweren sich darüber.Als Naturschützer ernst genommen zu werden, fällt den Jägern nicht eben leicht. Noch immer haben sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und gelegentliche Konflikte mit anderen Freizeit-Waldbenutzern tragen nicht zur Image-Steigerung bei.Ohne Frage spielt bei den Hegebemühungen der Jäger ein gewisser Eigennutz eine Rolle, doch eines kann man ihnen dabei nicht absprechen: Sie kennen "ihre" Tiere besser als die meisten anderen. Nicht nur der Hirsch, sondern auch manch anderes Wildtier wäre ohne die Hege durch die Jäger wohl schon aus unseren Wäldern verschwunden.  Doch ihr Erhalt dient nicht nur den Jägern selbst, sondern allen, die sich an der heimischen Natur erfreuen. Was wäre unsere Region, die ihren Waldreichtum schon im Namen führt, ohne den unbestrittenen "König des Waldes?"

Und letztlich die Überzeugung, dass der Wald eben nicht nur für den Menschen da ist, sondern auch für das Wild, damit es dort artgerecht und ohne allzuviel Störung durch den Menschen leben kann, ja ein ganz aufrichtiger Naturschutzgedanke.Da ist es schade, dass es um das Thema zum Streit kommt, anstatt dass man an einem Strang zieht. Dass der Hirsch über kurz oder lang aus unseren Wäldern verschwindet, daran kann schließlich keinem gelegen sein.

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