ZuBRA 2030+ will Netzwerke für eine Zukunftsfähige Sanierung bilden

Voller Bürgersaal in Rotenburg: Viele Interessierte waren gekommen, um sich über die Sanierung von Fachwerkhäusern zu informieren. Foto: Buschky

ZuBRA 2030+ lud zu „Zukunftsfähige Sanierung – neues Leben in alten Häusern“ um gemeinsam Sanierungskonzepte zu entwickeln.

Rotenburg.  Der Leerstand und der Zerfall alter Fachwerkhäuser sind in der Region keine Seltenheit. Um dem künftig entgegenzuwirken, organisierte die Interkommunale Zusammenarbeit ZuBRA 2030+ eine Versammlung unter dem Motto „Zukunftsfähige Sanierung – neues Leben in alten Häusern“. Ziel sollte sein, Netzwerke zwischen Gleichgesinnten und Interessierten zu schaffen, sich gemeinsam mit historischer Baussubstanz auseinanderzusetzen und eine Konzeptentwicklung weiter voranzutreiben. „Das Thema ‘Zukunftsfähige Sanierung’ braucht viele regionale Akteure, die an einem Strang ziehen“, sind sich die sechs Bürgermeister von ZuBRA 2030+ einig.

Die ZuBRA-Region hatte bereits beim „Wettbewerb Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Erfolg: Sie setzte sich in der ersten Phase mit 51 teilnehmenden Kommunen durch und ist nun in der zweiten Phase, unter den letzten 20 Kommunen. Um in die letzte, die dritte Phase zu gelangen, muss ein realistisches Gesamtkonzept für eine Zukunftsfähige Sanierung erstellt werden. Das soll in Zusammenarbeit mit Bürgern und Experten vom Fach gelingen. Gemeinsam sollte über Erhalt und Nutzung alter Bausubstanz in lebenswerten Regionen beraten und ermittelt werden. Der Austausch untereinander sollte der Wissensvermittlung und Beratung dienen, damit der Mut zu einer „Sanierungsoffensive“ gestärkt wird.

In kleinen Gruppen konnten sich alle Interessierten in Sachen Zukunftsfähige Sanierung informieren und beraten lassen. Florian Volkmann von der Sparkasse und Birgit Ketter-Eichert von der Dorferneuerung gaben wertvolle Tipps zu den Finanzierungsmöglichkeiten. Über Genossenschaften und Bürgervereine gaben Bernd Demandt, Friedhelm Meyer, Dieter Brauch und Diana Wetzestein Auskunft. Bei der Sanierung von alten Fachwerkhäusern muss der Denkmalschutz beachtet werden. Heike Madus vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg stand für Fragen zum Thema Denkmalschutz und Denkmalpflege zur Verfügung. Bei einer Sanierung biete sich an, gleichzeitig die Energieeffizienz zu verbessern. Energieberater Armin Raatz gab Informationen über Baustoffe und Energie. Eine fachliche Konzeptentwicklung für eine Zukunftsfähige Sanierung ist ein weiterer Schritt in Richtung Phase drei des „Wettbewerbs Zukunftsstadt“ – und damit zu einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt beziehungsweise Region. Alle Interessierten, die ebenfalls über die Sanierung alter Bausubstanz nachdenken, sind bei der Projektgruppe „Zukunftsfähige Sanierung – neues Leben in alten Häusern“ herzlich willkommen.

Weitere Informationen gibt es bei Bürgermeister Georg Lüdtke unter Telefon 06623/92003, Email: gemeinde@alheim.de oder im Internet unter www.zubra.de.

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