„Zustimmung nicht möglich“

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Bad Hersfeld. Die SPD/Grünen-Fraktion bleibt bei ihrem „Nein“ zum Sportgelände Oberau.

Bad Hersfeld. Der erneuten Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung über das Nachfolgeprojekt "Sportgelände Oberau" steht die SPD-Grünen-Fraktion skeptisch gegenüber.Den Titel Lullussportpark trägt das Projekt bereits seit April diesen Jahres nicht mehr. Es wird seither unter dem Namen "Sportgelände Oberau" geführt und betrifft dem Namen entsprechend auch nur dieses Areal. "Dies müssen sich alle Beteiligten immer wieder bewusst machen, wenn sie über das Projekt reden", erläutern SPD und Grüne. Damit einhergehend ist auch die Investitionssumme von ca. neun Millionen Euro auf etwa vier Millionen verkleinert worden. Somit entspricht die momentane Planung nicht mehr der eigentlichen Idee des Lullussportparks. Mit diesen Mitteln wird daher nur ein kleiner Teil noch realisiert werden können und die eigentliche Idee findet sich hier nicht mehr wieder. Das ursprüngliche Konzept des Lullus-Sportparks war nämlich auch in der damaligen SPD-Grünen-FWG-Fraktion auf positive Resonanz gestoßen.

"Seit der Abstimmung am 8. Mai haben sich keine neuen Erkenntnisse bezüglich der Finanzierung des Projekts ergeben", äußert sich der Fraktionsvorsitzende Thomas Hahn und ergänzt, "In der aktuellen finanziellen Lage von Bad Hersfeld ist es klar, dass wir keinen großen Spielraum haben. Es fehlt an einem Finanzierungsplan sowie der Kalkulation der entstehenden Folgekosten". Eine schriftliche Zusage über die Mittel des Landes hat es bisher nicht gegeben, so dass nicht mit den Zuweisungen gerechnet werden kann. Besonders da der eigentliche Lullussportpark als Gesamtmaßnahme förderungswürdig sei und nicht der Umbau, der sich ausschließlich auf das Hessenstadion beschränkt.

Mit der Verabschiedung des Antrages in der Sitzung vom 8. Mai wären nicht nur die 33.000 Euro sondern auch weitere 180.000 Euro Planungskosten verbunden gewesen, die die Stadt bezahlen müsste. Daher geht es nicht nur um die Restmittel aus dem alten Haushaltsjahr, sondern auch um aktuelle. Diese Folgekosten würden den ohnehin angeschlagenen Haushalt noch mehr belasten. Außerdem müsse bedacht werden, dass die angedachten Planungen sich nur auf das Hessenstadion beziehen. Eine Gesamtplanung für die eigentliche Idee wäre noch teurer.Besonders die bisher nicht bedachten Folgekosten für das "Sportgelände Oberau", sofern das Gelände für den Freizeitsport geöffnet wird, bereiten der SPD-Grünen-Fraktion Bedenken, da die weitere kostenintensivere Pflege des Areals, die Haftung, die Aufsicht bzw. Überwachung und die Betreuung der Anlagen innerhalb des Geländes nicht bedacht sind. "Die Kosten hierfür sind unabsehbar", erläutern die Stadtverordneten von SPD und Grünen. Speziell müsste außerdem auch noch über eine Verkehrsanbindung nachgedacht werden, damit der bereits belastete Kurpark nicht noch weiter belastet wird.

"Die aktuelle finanzielle Lage der Stadt Bad Hersfeld sowie die bisher ungeklärten Fragen bezüglich der Umsetzung und der Pflege machen eine Zustimmung zu diesem neuen Projekt nicht möglich", ist sich die Fraktion einig.

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