„Das ist zynisch“

Unfair findet KA-Leser Bernd Holzhauer aus Bebra-Weiterode die Leserbriefe zur Waffenrecht-Veranstaltung...Die abgedruckte

Unfair findet KA-Leser Bernd Holzhauer aus Bebra-Weiterode die Leserbriefe zur Waffenrecht-Veranstaltung...

Die abgedruckten Leserbriefe zur Veranstaltung des Bundestagsabgeordneten Michael Roth zum Waffenrecht verwunderen mich schon. Als jemand, der ebenfalls bei der besagten Veranstaltung anwesend war und mitdiskutierte, habe ich einige Anmerkungen zu machen.Zunchst einmal ist es schon zynisch, der Veranstaltung parteitaktisch motivierten Aktionismus vorzuwerfen, wie Dr. Krafft dies tut. Urschlich ist der Amoklauf von Winnenden. Nicht nur die Eltern der Ermordeten, viele Brgerinnen und Brger fragen sich, wie man solche furchtbaren Tragdien verhindern kann. Gegenwrtig bert der Bundestag ber nderungen des Waffenrechtes. Der Gesprchskreis war ausgewogen besetzt, Vertreter von Sportschtzen, Jgern, Schulen und Polizei waren eingeladen. Da nun Parteigeplnkel unterstellen zu wollen, ist unfair. Es ist doch zu begren, wenn unser Bundestagsabgeordneter Betroffene einbezieht und damit seiner Verantwortung gerecht wird, oder?Es ist auerdem einfach falsch, den Eindruck zu erwecken, irgendjemand htte Sportschtzen und Jger unter Generalverdacht stellen wollen. Nein, die Diskussion beschftigte sich unter anderem mit der Frage, ob Sportschtzen ihre Waffen wirklich mit nach Hause nehmen mssen und ob man sie nicht auch zentral verschlieen sollte. Schlielich war es der nordhessische Polizeiprsident Henning, der ebenso wie der Innenexperte aus dem Bundestag Gunkel darauf aufmerksam machte, dass zu Hause gelagerte Waffen im schlimmsten Fall Menschen in Extremsituationen dazu verleiten knnten, sie zu benutzen. Das ist doch nicht von der Hand zu weisen! Und davon, dass Jger ihre Waffen nicht mit nach Hause nehmen drfen, war nun wirklich kein einziges Mal die Rede!Ich finde es bedenklich, dass einige Waffenbesitzer mit einer solchen Schrfe die Diskussion fhren. Viele Eltern, Schler und Lehrer sind beunruhigt und verunsichert. Dass kein noch so strenges Waffengesetz Amoklufe verhindern kann, drfte jedem klar sein. Aber es ist doch die Pflicht des Gesetzgebers, alles auf den Prfstand zu stellen, um Gefahren fr die Zukunft mglichst zu vermindern. Jedes Menschenleben, das dadurch vielleicht gerettet werden knnte, sollte es uns wert sein.Mit freundlichen GrenBernd Holzhauer Bebra-Weiterode

+++Die Leserbriefe zur Waffenrecht-Veranstaltung knnen Sie HIER nachlesen

Den Artikel Wo keine Waffe, da kein Schuss knnen Sie HIER nachlesen

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