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100 Jahre Herkules-Bergrennen

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Stolz präsentieren die Besitzer ihre rollenden Schätzchen.
Stolz präsentieren die Besitzer ihre rollenden Schätzchen. Archivfoto: Soremski © Soremski

Am Jubiläumswochenende lockt ein hochkarätiges rollendes Oldtimer-Museum in den Bergpark

Kassel Eine der schönsten und berühmtesten Rennstrecken Deutschlands wird 100 Jahre alt. Von 1923 bis 1927 starteten beim Herkules-Bergrennen in Kassel alle namhaften deutschen Rennfahrer mit ihren Rennwagen und Motorrädern. Namen wie Rudolf Caracciola, Karl Kappler, Adolf Rosenberger und Carl Jörns waren in aller Munde. 1927 berichteten die überregionalen Zeitungen: „Es gibt keine idealere Rennbahn in der ganzen Welt als die Wilhelmshöhe. Kann man sich für eine Rennstunde ein schöneres Panorama denken.“ Die Jahre 1951 bis 1954 standen dann ganz im Zeichen der Motorradrennen, 80.000 Zuschauer verfolgten die Duelle auf zwei Rädern. Danach röhrten keine Motoren mehr durch den Bergpark, das Renngeschehen hatte sich auf Pisten und in den Rallyebereich verlagert.

Bis Dipl.-Ing. Heinz W. Jordan und Dr. Dietrich Krahn, zwei Oldtimerbegeisterte, die sich dem Thema automobiles Kulturgut verschrieben haben, auf den Plan traten. Sie sorgten 2005 für eine Renaissance der Veranstaltung – und zwar als historisches Oldtimer Rennen, das letztmalig 2015 durchgeführt wurde. Zwar führte die Rennstrecke bei den letzten Ausgaben tatsächlich nicht mehr durch den Bergpark, sondern eng an ihm vorbei, das tat der großen Begeisterung der Fans allerdings keinen Abbruch. Rund 50.000 Zuschauer sollen 2015 dabei gewesen sein.

Klar, dass die beiden, bekannt für ihre Veranstaltungen mit dem „besonderen Etwas“, das Jubiläumsjahr immer im Fokus hatten. Heinz Jordan: Wir möchten den 100. Geburtstag mit einem rollenden Museum begehen. Vom 28. bis zum 30. April, heißen wir Familien, Oldtimerfans und solche, die es werden wollen, ganz herzlich willkommen auf den Spuren von Caracciola und Co.“ Freuen darf man sich auf ein spektakuläres Wochenende mit Gleichgesinnten, alten Rennwagen und Motorrädern in Europas größtem und schönsten Bergpark. Die Gäste können die Fahrzeuge in Deutschlands ältestem Fahrerlager bestaunen, mit den stolzen Besitzern plaudern und die mobilen Schätzchen auf dem abgesperrten Kurs zusammen mit vielen anderen begeisterten Zuschauern in Bewegung erleben. Darüber hinaus ist ein Rahmenprogramm rund um historische Fahrzeuge und Oldtimer Clubs geplant.

Der Start der Demonstrationsläufe erfolgt am Parkplatz Prinzenquelle. Von dort geht es bergauf am Schlosshotel und Gewächshaus vorbei über die Tulpenallee und die Rasenallee bis zum Wanderparkplatz Rasenallee. Die Fahrzeuge werden in Abständen von 30 Sekunden starten. Die Rückführung erfolgt nach jeder Gruppe.

Zugelassen sind maximal 50 Automobile und Motorräder vom Baujahr 1910 bis zum Baujahr 1958. Eine Straßenzulassung ist nicht erforderlich, da die Route über einer abgesperrte Strecke führt. Dietrich Krahn: „Es wird keine Zeitmessung erfolgen. Wir sind ein ,rollendes Museum’ und fahren ausschließlich Präsentationsläufe. Der Schwerpunkt bei den Automobilen soll bei Rennsport- und Tourenwagen liegen.“ Kurzum: Beim „100. Herkules-Bergpreis“ lässt sich prima eintauchen in die Zeit, als die historischen Fahrzeuge noch nicht historisch waren.

Zeitplan:

Samstag, 29. April 2023
9.45 Uhr Aufstellung der Fahrzeuge am Start
10 bis 12.30 Uhr zwei Demonstrationsläufe
12.30 bis 14 Uhr Mittagspause
14 bis 17 Uhr drei Demonstrationsläufe
Sonntag, 30. April 2023
9.15 Uhr Aufstellung der Fahrzeuge am Start
9.30 bis 12 Uhr zwei Demonstrationsläufe
12 bis 14 Uhr Mittagspause
14 bis 16 Uhr zwei Demonstrationsläufe

Wer bequem zum Veranstaltungsort gelangen will, sollte auf den Öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen; Geplant ist ein Pendelbusverkehr und mehr Einsätze auf der Linie 1. Mehr dazu auf: www.kvg.de.

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