22-Jähriger bietet Zivilfahndern Drogenkauf an 

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Die eingesetzten Beamten überprüften insgesamt 78 Personen, von denen sechs festgenommen wurden, weil sie Rauschgift dabei hatten oder damit handelten. 

Brennpunktkontrollen rund um den Stern und in der Innenstadt: Sechs Festnahmen

Kassel. Am gestrigen Dienstag führten Beamte der Kasseler Polizei im Rahmen der brennpunktorientierten Kriminalitätsbekämpfung rund um den Kasseler Stern und in der Innenstadt Kontrollen im Drogenmilieu sowie Gaststättenkontrollen durch.

Dabei überprüften die eingesetzten Beamten insgesamt 78 Personen, von denen sechs festgenommen wurden, weil sie Rauschgift dabei hatten oder damit handelten. Die Festgenommenen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Sie müssen sich jetzt jeweils wegen illegalen Drogenbesitzes bzw. Handels verantworten. Da es in einer der vier kontrollierten Gaststätten kein Hygienekonzept gab, leiteten die Polizeibeamten ein Verfahren wegen Nichteinhaltung der Corona-Schutzvorschriften gegen den Betreiber des Lokals ein.

Polizisten beobachten Handel mit Marihuana

Wie die eingesetzten uniformierten und zivilen Beamten berichten, waren sie zwischen 16 und 23.30 Uhr gezielt an verschiedenen Örtlichkeiten und Lokalen rund um den Stern und in der Innenstadt unterwegs. Nachdem Zivilpolizisten gegen 17.30 Uhr in der Unteren Königsstraße einen Drogenhandel beobachteten, konnten zwei mutmaßliche Dealer, ein in Kasseler wohnender 35-Jähriger und in Gießen wohnender 16-Jähriger, sowie der Käufer, ein 34 Jahre alten Mann aus Baunatal, festgenommen werden. Bei den drei Personen fanden sie 19 Tüten mit insgesamt acht Gramm Marihuana und stellten die Betäubungsmittel sicher. Eine Durchsuchung des 35- und 16-Jährigen förderte zudem drei Handys und einen dreistelligen Geldbetrag zutage, bei dem es sich mutmaßlich um Drogengeld handelt.

22-Jähriger bietet Zivilfahndern Drogenkauf an

Eine halbe Stunde später wurden Zivilfahnder am Stern von einem in Schauenburg wohnenden 22-Jährigen angesprochen, der fragte, ob sie Drogen kaufen wollen.

Während des Gesprächs kam ein Mann hinzu, der dem 22-Jährigen lachend mitteilte, dass er „gerade Bullen andealen würde“. Da er sich durch diese Äußerung offenbar provoziert fühlte, zückte der mutmaßliche Dealer ein Pfefferspray und besprühte den gleichaltrigen Mann aus Kassel im Beisein der Polizisten damit. Den 22-Jährigen nahmen die Beamten sofort fest und leiteten Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen ihn ein. Betäubungsmittel wurden bei seiner Durchsuchung allerdings nicht gefunden.

Ebenfalls am Stern ging den Beamten ein 38-jähriger Mann aus Kassel ins Netz, der kurz zuvor drei Plomben Heroin gekauft hatte. Gegen ihn wird nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

13-Jährige mit 1,7 Promille kontrolliert

In der Unteren Karlsstraße wurden die Polizisten am späten Nachmittag auf eine Gruppe Jugendliche aufmerksam, die einen abgesperrten Baustellenbereich betreten hatten. Bei der anschließenden Kontrolle der 23 Personen fanden die Beamten einen abgelegten Beutel mit einer Schreckschusswaffe darin. Die Zuordnung der herrenlosen Pistole, die sichergestellt und wegen der ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet wurde, dauert noch an. Bei einer kontrollierten 13-Jährigen stellten die Beamten eine erhebliche Alkoholisierung fest, was ein Atemalkoholtest mit 1,7 Promille bestätigte. Das Mädchen nahmen die Beamten mit auf das Revier, wo sie von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt wurde.

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