5.071 neue Kirchenvorstände

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Foto: Archiv

Region. „Diese Kirchenvorstandswahl war eine Erfolgsgeschichte!“, sagt Prof. Dr. Martin Hein.

Region.In seinem Bericht vor der Landessynode befasste sich der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, heute mit der Frage der "Geistlichen Leitung". Anlass dazu gab ihm die Kirchenvorstandswahl im September:

"Diese Kirchenvorstandswahl war eine Erfolgsgeschichte!" so Bischof Hein. 8747 evangelische Christen hatten ihre Bereitschaft erklärt, Mitverantwortung für die Gestaltung des Gemeindelebens zu übernehmen. 5.071 sind direkt zu Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern gewählt worden. Gemeinsam mit den zu Berufenden werden in den kommenden sechs Jahren ca. 7.000 Kirchenvorstandsmitglieder die evangelischen Gemeinden in Kurhessen-Waldeck leiten. "Nur wenige gesellschaftliche Organisationen können einen derart hohen Grad an ehrenamtlichem Engagement im Leitungsbereich verzeichnen", würdigte Hein und wies darauf hin, dass die neuen Kirchenvorstände nun vor der Frage der Gestaltung dieser Leitungsverantwortung ständen: "Gibt es in der Kirche eine besondere Art und Weise der Leitung? Und wenn ja, worin ist das begründet und wie drückt sich das aus?"

Zur Lage in Syrien

Hein dankte allen Spendern, die sich im Laufe des vergangenen Jahres an den landeskirchlichen Sammlungen für die Syrien-Hilfe beteiligt haben und machte gleichzeitig deutlich, dass angesichts der dramatischen Lage im Land auch weiterhin dringend Spenden benötigt werden.

Ebenso sei es nötig, sich um die Flüchtlinge zu kümmern, die nach Deutschland kommen. Er ermutigte die Gemeinden, sich mit ihren Möglichkeiten für eine stärkere Willkommenskultur vor Ort einzusetzen.

Zu den Ereignissen in Limburg

Hein betonte, die evangelische Kirche habe sich hier nicht als Richter aufzuschwingen. Dennoch sei es höchst ärgerlich, dass die evangelische Kirche die Schäden, die durch verloren gegangenes Vertrauen im Bistum Limburg entstanden seien, mittragen müsse. "Jeder einzelne Kirchenaustritt ist schmerzlich. Und wenn er aus Gründen geschieht, die wir als evangelische Kirche mit unserer transparenten Haushaltspolitik nicht zu verantworten haben, dann ist das umso schmerzlicher," so Hein. Diese Ereignisse machten deutlich, wie wichtig es sei, ein klar erkennbares Profil im Hinblick auf Führung und Leitung zu entwickeln "und zu kommunizieren, warum wir als evangelische Kirche aus guten Gründen eben kein hierarchisches Kirchenmodell vertreten."

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