Zum Abschied: Hessischer Verdienstorden für Kassels OB Hilgen

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Besondere Ehre für Kassels scheidenden Oberbürgermeister Bertram Hilgen: Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überreichte ihm gestern den Hessischen Verdienstorden. „Damit würdigt die Landesregierung Ihre besonderen Verdienste um das Land Hessen und seine Menschen. Lieber Herr Hilgen, es ist mir eine Freude, Ihnen heute diese Ehre teil werden lassen zu dürfen. Ihr großer Einsatz für das Gemeinwohl erfährt damit eine ganz besondere Würdigung“, sagte Thomas Schäfer anlässlich der Verabschiedung von Oberbürgermeister Hilgen.

Kassel. Was für ein Abschied aus dem Oberbürgermeisteramt. Mit „standing ovations“ feierten 500 Festgäste Kassels scheidenden Oberbürgermeister Bertram Hilgen nach seiner letzten Amtshandlung. Es war nicht das erste Mal, dass Hilgen so gefeiert wurde. Nach der letzten Mitarbeiterversammlung der Stadt erhoben sich 1500 Mitarbeiter von ihren Plätzen und feierten Hilgen minutenlang für seine Gradlinigkeit und Zuverlässigkeit. Ein disziplinierter Arbeiter sei er gewesen, immer nur am Ergebnis orientiert und das sei in fast allen Fällen gut für die Stadt gewesen. Das unterstrich insbesondere Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: „Wir stehen zwar politisch in anderen Lagern, aber auf das Wort von Bertram Hilgen konnte man sich immer verlassen. Das hat vieles möglich gemacht, gerade auch rund um den Flughafen in Calden.“

Überraschung für Hilgen – Schäfer überreichte ihm im Auftrag des Ministerpräsidenten Volker Bouffier den hessischen Verdienstorden. Kein Einzelfall an diesem Tag. Hilgen hatte bereits aus der Hand des ehemaligen HFV-Präsidenten Rolf Hocke den Ehrenbrief des Landessportbundes entgegen genommen.

 Für den Deutschen Städtetag sprach an diesem Tag zur Freude aller Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Uli Maly. Eine Selbsthilfegruppe sei der Städtetag. Dort träfen sich die Bürgermeister, um sich gegenseitig ihr Leid zu klagen. Beispielhabt sei ein Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet. Der habe nach der Wahl aus dem Fenster geschaut und gesagt: „Schön ist das alles nicht. Aber es ist meins. Und der Rest ist auch Sch.....“

Und auch dem aktuellen Oberbürgermeister Christian Geselle, der an diesem Tag vor eindrucksvoller Kulisse seinen Amtseid abgelegt hatte, gab Maly einen Tipp mit auf den Weg: „Wenn man das erste mal gewählt wird, geht man mit runden Augen durch die Stadt und staunt. Beim zweiten Mal denkt man: „Ich bin wieder gewählt worden und das war richtig. Beim dritten Mal denkt man nur noch: Wer denn sonst? Und dann wird es eng.“ Und Bertram Hilgen selbst? Der verspach in erster Linie seinem Nachfolger: „Das Kapitel Kommunalpolitik ist für mich abgeschlossen. Ich mische mich garantiert nicht mehr ein.“ Ob das auch für die documenta gilt?

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