After Work Talk mit der Ministerin: Brigitte Zypries beriet Start-ups

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Ulrich Spengler (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg), Alwin Altrichter (Kuhn Feuerschutz OHG Nachf., Homberg/Efze / Sprecher IHK-Netzwerk Kassel-Marburg), Brigitte Zypries (Bundesministerin für Wirtschaft und Energie), Jörg Ludwig Jordan (IHK Präsident), Dr. Gerold Kreuter (Geschäftsführer Science Park Kassel).

Bundesministerin Brigitte Zypries war zu Besuch im Science Park in Kassel, um mit jungen Start-ups und regionalen Mittelständlern über den digitalen Wandel in der Region zu sprechen.

Kassel. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries stand regionalen Mittelständlern und Start-ups am Donnerstagabend bei einem After Work Talk rund um die Digitalisierung und den Bürokratieabbau Rede und Antwort.

Eingeladen hatte das Netzwerk Mittelstand der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg. Co-Gastgeber im Kasseler Science Park war der Wirtschaftsclub Kassel. Die Unternehmer diskutierten mit der Bundesministerin unter anderem über ein flächendeckendes Gigabitnetz, wie die digitale Kompetenz in Wirtschaft und Gesellschaft ausgebaut werden kann und welche Rolle dabei Förderprogramme spielen. Überdies standen arbeits- und vertragsrechtliche Folgen des digitalen Wandels auf der Agenda.

„Ich bin beeindruckt, wie aktiv die Wirtschaft in meiner Heimatregion an der digitalen Transformation arbeitet und den Wissenstransfer organisiert. In der Vernetzung zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und Start-ups liegen große Potenziale für die erfolgreiche Digitalisierung unserer Wirtschaft. Der Austausch zwischen verschiedenen Unternehmenskulturen, der interdisziplinäre Blickwinkel und der Perspektivwechsel an sich bieten eine gute Grundlage für beschleunigte Innovationen in der Region und darüber hinaus. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt diese Vernetzung und den Know-how-Transfer mit Förderinitiativen wie „Mittelstand-Digital“ oder der „Digital Hub Initiative“, betonte Bundesministerin Brigitte Zypries. „Darüber hinaus geht es um die richtige Weichenstellung für eine gigabitfähige digitale Infrastruktur und einen modernen Ordnungsrahmen, der auch in der digitalen Ökonomie den fairen Wettbewerb sichert“, so die Bundeswirtschaftsministerin.

 „Die Mitgliedsbetriebe bei der Digitalisierung zu unterstützen, ist ein Top-Thema der IHK Kassel-Marburg“, hob IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan hervor.  Unter anderem tritt die IHK dafür ein, Versorgungslücken in regionalen Gewerbegebieten zu vermeiden und eine flächendeckende nächste Stufe des Breitbandausbaus zu erreichen.  

Extra Info

Thema Bürokratie

Darüber hinaus sprachen die Unternehmer das Themenfeld Bürokratieabbau beziehungsweise -vermeidung an. Auf dieses fokussiert auch das IHK-Netzwerk Mittelstand seine Arbeit. Sprecher Alwin Altrichter (KUHN oHG Feuerschutz) vertritt das regionale Netzwerk auf Bundesebene. Unter anderem sei das Niveau der Bürokratiekosten – im engen Sinne der Berichtspflichten – mit mehr als 40 Milliarden Euro sehr hoch. Einzel- und Personenunternehmen mit mehr als 17.500 Euro Jahresumsatz sollten ihren Gewinn statt mit dem Pflicht-Formular „EÜR“ wieder formlos ermitteln dürfen – so wie es bis 2003 war. Altrichter bedankte sich für den Austausch: „Die Bundeswirtschaftsministerin hat stets ein offenes Ohr für die mittelständischen Unternehmer und die Start-ups in ihrer Heimat.“

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