Von Ahnatal nach Hongkong

Leonie während einer Übungseinheit in der Turnhalle der Helfensteinschule Ahnatal.
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Leonie während einer Übungseinheit in der Turnhalle der Helfensteinschule Ahnatal.

Leonie Kahl ist gerade mal zehn Jahre jung und fährt Kunstrad beim RSC Weimar/Ahnatal. Mit ihren Leistungen qualifizierte sie sich nun für Hongkong.

Ahnatal. Mehrmals in der Woche findet in der Helfenstein-Schule in Ahnatal ein ganz besonderes Training statt: Das Kunstrad-Training der U11-Mädchen des RSC Weimar-Ahnatal. Unter ihnen befinden sich mehrere  junge, talentierte Mädchen, eine davon ist bereits Hessenmeisterin: Leonie Kahl.

Leonie ist gerade mal zehn Jahre alt und dem Kunstrad-Sport verfallen: Sie trainiert ambitioniert und fleißig. Im zarten Alter von sechs Jahren begann sie den außergewöhnlichen Sport. Bereits ein halbes Jahr später bekam sie ihre erste Auszeichnung. 2014 wurde sie dritte bei den Hessischen Meisterschaften, 2015 belegte sie dort den ersten Platz und in diesem Jahr ist sie weiterhin Titelträgerin – und das sogar mit Rekordwerten.

Üben, üben und noch mehr üben

Leonie hat an über 25 Turnieren teilgenommen, besitzt 14 Pokale, fünf Medaillen und "eine ganze Mappe voller Urkunden", wie Leonie verriet.Die junge Hessenmeisterin steht momentan bei 63,5  Punkten  und liegt mit diesem Ergebnis fast vier Punkte über dem aktuellen Hessenrekord.Seit dem Jahr 2015 gehört sie zudem dem Hessenkader der U11-Mädchen an. Insgesamt sind dort vier junge Talente aus Ahnatal vertreten: Leonie Kahl und Mereike Hangebruch (U11) sowie Laila Raschdorf und Elea Becker (U13).

Jetzt geht es mit dem Vater bis nach China

Mit ihren überdurchschnittlichen Leistungen konnte sich Leonie nun für das Hongkong Open, ein internationales Kunstrad-Turnier, qualifizieren. Am 25. Juli fliegt sie zusammen mit Vater Reinhard für zwei Wochen in das Land der aufgehenden Sonne, wo sie noch ein paar Tage Trainingslager vor sich hat, bis schließlich vom 6.-8. August die Meisterschaften in Hongkong beginnen. "Wir freuen uns sehr auf Hongkong, das hat Leonie sich durch ihr hartes Training wirklich mehr als verdient", berichtet Papa Reinhard stolz. An den sogenannten Asia Championships wollte Leonie auch gerne teilnehmen, verrät Vater Reinhard weiter. "Ich wollte sie dort auch anmelden, aber die Veranstalter haben für dieses Turnier nur einheimische Kinder zugelassen. "Leonie Kahl, die junge Nachwuchssportlerin aus Ahnatal hat das geschafft, wovon viele träumen. Beim Hongkong Open hat sie nun die Gelegenheit, andere Konkurrenten von ihrem Talent zu überzeugen und souverän wertvolle Punkte für Deutschland zu holen.

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