Airport Kassel: Zahlt Flughafen eine Million damit Sundair überhaupt abhebt?

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Eine Million, damit Sundair überhaupt von Kassel fliegt? Branchenkenner halten das für wahrscheinlich, der Airport hält sich dagegen bedeckt.

Hat sich der Flughafen Calden vertraglich verpflichtet, Geld an den Reiseveranstalter zu zahlen, damit die Airline Sundair von Kassel fliegt?

Kassel. Der Flughafen Kassel-Calden sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Seien es umgebuchte Flüge, nicht mitgenommene Koffer oder kurzfristige Busfahrten von Kassel zu anderen Flughäfen, da die Passagiere nicht von Calden fliegen konnten.

Nun berichtet das Handelsblatt, dass die Airline Sundair mit dem Reiseveranstalter Schauinslandreisen zwar einen starken Partner an ihrer Seite hat, jedoch sehr abhängig von ihm ist. Denn Schauinsland ist mit 50 Prozent an der Airline beteiligt. Der Reiseveranstalter verspricht sich von der Beteiligung flexible Flugzeiten für das eigene Pauschalreiseangebot. Sundair soll die Partnerschaft gut gebuchte Flüge sichern.

Doch auf die sehr gute Nachfrage nach Reisen will man sich bei Schauinsland-Reisen wohl nicht verlassen. Denn der Flughafen Kassel-Calden soll sich vertraglich verpflichtet haben, über einen Zeitraum von acht Jahren schon dafür Geld an den Veranstalter zu zahlen, dass Sundair in Nordhessen überhaupt abhebt. Branchenkennern zufolge ist von jährlich einer Million Euro die Rede, das würde wohl ungefähr ein Sechstel der Sundair-Betriebskosten decken.

Bei Schauinsland sprechen sie von einem niedrigeren Betrag. Im Detail will das Unternehmen die Konstruktion nicht kommentieren, das Finanzministerium in Wiesbaden gibt keine Auskunft.

Und was sagt der Kassel Airport zu den angeblichen Zahlungen an den Reiseveranstalter?  „Zwischen dem Kassel Airport, der Sundair und Schauinsland-Reisen wurde eine Vereinbarung getroffen, welche auf eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Zu den Details dieser Vereinbarung haben alle Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart“, so das Statement von Airpot-Pressesprecherin Natascha Zemmin.

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