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An der ukrainischen Grenze: „Uns gehen die Vorräte aus. Wir brauchen dringend Lebensmittel und Medikamente“

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Von: Nadja Feldle

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EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden weiterhin dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten. 

EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten.
1 / 7Jörg Kittler, Fuhrparkleiter Scharf, Günter Ruddenklau, Dietrich Treis (Landwirtschaftlicher Unternehmer und Kontaktmann), mit Ottmar Rudert und EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler (2.v.re.) an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. © Krümler
EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten.
2 / 7EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten. © Krümler
EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten.
3 / 7EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten. © Krümler
EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten.
4 / 7EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten. © Krümler
EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten.
5 / 7EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten. © Krümler
Der Lkw mit der nordhessischen Ware konnte Freitag gegen 16 Uhr abgeladen werden. Die Hilfsgüter werden nun in die Ukraine weitertransportiert.
6 / 7Der Lkw mit der nordhessischen Ware konnte Freitag gegen 16 Uhr abgeladen werden. Die Hilfsgüter werden nun in die Ukraine weitertransportiert. © Krümler
Der Lkw mit der nordhessischen Ware konnte Freitag gegen 16 Uhr abgeladen werden. Die Hilfsgüter werden nun in die Ukraine weitertransportiert.
7 / 7Der Lkw mit der nordhessischen Ware konnte Freitag gegen 16 Uhr abgeladen werden. Die Hilfsgüter werden nun in die Ukraine weitertransportiert. © Krümler

Aktualisiert am Freitag, 16.50 Uhr

Region. Über 1.230 Kilometer haben Ottmar Rudert, Günter Rüddenklau und ET-Redakteur Helmut Krümler seit Donnerstag morgen zurückgelegt. Von Hofgeismar ging es Richtung Polen, es folgte eine Zwischenübernachtung in Krakau, am Freitag dann die Ankunft an der polnisch-ukrainischen Grenze bei Cholm (Polen). Während der Fahrt trafen sie immer wieder auf weitere Hilfstransporte, gecharterte Busse mit Spenden und Militär-Konvois bestehend aus 30 Lkws der US-Army.

„Unser ukrainischer Kontaktmann hält uns auf dem Laufenden. Vor wenigen Tagen mussten Flüchtende noch knapp 20 Stunden an den Grenzübergängen Richtung Westen aushaaren, mittlerweile geht es schneller. Auf dem Land sei es ruhig, von den russischen Soldaten würde man noch nichts mitbekommen. Auch gibt es die Gerüchte, dass russische Soldaten bloß Verpflegung für drei Tage dabei hätten. Sie sollen mit Nachschub- und Benzinmangel zu kämpfen haben. In ein paar Orten wurden von der ukrainischen Bevölkerung Brücken gesprengt, um eine Weiterfahrt der Russen zu verhindern. Überall bereiten sich Freiwillige auf Partisanenkämpfe vor“, berichtet uns unser Kollege Helmut Krümler. Bedrohlicher sei hingegen die Situation in Kiew und anderen größeren Städten. Dort hätten sich viele Einwohner schon zur Verwandtschaft aufs Land geflüchtet.

EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Hier liefern sie die gesammelten Spenden und Ware der nordhessischen Hilfstransporte ab. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten.
EXTRA TIP-Redakteur Helmut Krümler ist mit den Hofgeismarer Landwirten Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau an der polnisch-ukrainischen Grenze angekommen. Unser Foto zeigt das Abladen eines Lkws, der mit Spenden beladen ist. Die Spenden der nordhessischen Landwirte sind auf Paletten gepackt und somit logistisch einfacher zu händeln wie zahllose Kartons. Gebraucht werden dringend Lebensmittel, Medikamente sowie Schlafsäcke für die Soldaten. © Krümler

Am Umschlaglager angekommen, werden die Spenden aus Nordhessen abgeladen. „Hier ist alles professionell organisiert. Junge Ukrainer und Polen arbeiten Hand in Hand und quasi im Akkord.“ Per Hand steht auf den Kartons, welchen Inhalt sie haben und können so dorthin gebracht werden, wo sie am dringendsten benötigt werden. Beschriftet und foliert werden die Waren dann in den richtigen Lkw geladen. Die Spenden der nordhessischen Landwirte sind auf Paletten gepackt und somit logistisch einfacher zu händeln. „Einer der Organisatoren erzählte uns, dass es drüben bloß noch Lebensmittel für zwei Tage gibt. Unser Lkw käme also genau zum richtigen Zeitpunkt an. Die Ukrainer bräuchten Essen, Essen, Essen sowie Sanitär- und Hygieneartikel.“ Auch Schlafsäcke, Isomatten und ähnliches für die ukrainischen Soldaten würde gebraucht werden. Was hingegen nicht benötigt wird seien Anziehsachen.

„Am Montag oder Dienstag schicken wir 25 Tonnen Brot mit dem nächsten Lkw“, so Rudert und Rüddenklau. Mittlerweile seien schon Geldspenden, die zwei weitere Lkw-Fahrten möglich machen, eingegangen. Jeweils 25 Tonnen Ware gespendet von Rewe sind jetzt an der Grenze angekommen, nächste Woche soll sich noch ein Lkw mit 25 Tonnen Ware von tegut von Nordhessen auf den Weg machen können. Hierfür wird noch ein Lkw gesucht. Das neu errichtete Lager wurde auf Initiative von großen ukrainischen Unternehmen innerhalb von drei Tagen aus dem Boden gestampft. Verantwortlich dafür waren unter anderem der Paketdienst Nova Posta und der Versandhandel Rozetka. Über die Homepage www.helpukraine.center werden die örtlichen Notstellen gezielt gemeldet und beliefert.

Gegen 17 Uhr machten sich die Landwirte vom Umschlagplatz auf nach Fagaras/Rumänien, um mit dortigen Pfarrer Johannes Klein, der mehrere Flüchtlinge aufgenommen hat (wir berichteten hier) über die Situation zu sprechen.

Um die Hilfstransporte weiterhin zu finanzieren und Lkw chartern zu können, sind die Helfer rund um Rüddenklau und Rudert auf Spenden angewiesen. Diese können nach wie vor auf das Spendenkonto überwiesen werden.

Kirchenkreisamtes Hofgeismar-Wolfhagen bei der Evangelischen Bank, IBAN: DE13 5206 0410 0002 0001 05; Stichwort: Ukraine-Hilfe. Wer sich in Kassel engagieren möchte, findet hier Anlaufstellen und Möglichkeiten.

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