Angebot kaum genutzt: Aus für Trinkraum im Hansa-Haus

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Brachte nicht den gewünschten Erfolg: Zum Jahresende beendet die Stadt Kassel die Zusammenarbeit mit den "Trinkraum-Betreibern", die im Hansa-Haus untergebracht waren.

Die Stadt will jedoch Streetworker einsetzen und durch gezielte Ansprache den Betroffenen helfen. Auf Prävention wird gesetzt.

Kassel. Zum Jahresende 2017 beendet die Stadt Kassel ihre Zusammenarbeit mit dem Verein Szene direkt e.V., der im Hansa-Haus einen sogenannten „Trinkraum“ betreibt. Der Vertrag über eine jährliche Zuwendung wird fristgerecht gekündigt. Das hat der Magistrat in seiner Sitzung beschlossen, teilte Oberbürgermeister Christian Geselle mit.

„Wir haben festgestellt, dass der Betrieb des Trinkraums in letzter Zeit nicht mehr zu dem erhofften Erfolg geführt hat“, sagte Geselle. Das Ziel, möglichst vielen alkoholabhängigen Menschen einen Aufenthaltsort außerhalb von öffentlichen Plätzen anzubieten, werde mit diesem Angebot nicht erreicht. Die Stadt Kassel möchte nun die Zusammenarbeit mit der Drogenhilfe Nordhessen ausweiten und verstärkt auf die aufsuchende Sozialarbeit im Innenstadtbereich setzen, erklärte der Oberbürgermeister weiter. Mit den ab dem Jahr 2018 für den Trinkraum eingesparten Mitteln kann das Projekt „Straßenarbeit mit Schlichtungsfunktion“ (SmS) gestärkt werden.

Personal soll aufgestockt werden

Geselle: „Um den unerwünschten Begleiterscheinungen eines exzessiven Konsums von Alkohol und Drogen in der Öffentlichkeit zu begegnen, setzen wir verstärkt auf Prävention. Erreichen können wir die Personen aus der Trinker- und Drogenszene im Stadtgebiet vor allem durch gezielte Ansprache.“ Angela Waldschmidt, Geschäftsführerin der Drogenhilfe Nordhessen, begrüßt die städtische Maßnahme:

„Unser Konzept, bei dem Streetworker die Szene direkt an ihren Aufenthaltsorten aufsuchen, ist ein erfolgreiches Modell. Mit den von der Stadt Kassel voraussichtlich zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln können wir unser Personal so aufstocken, dass wir regelmäßiger vor Ort sein und die Menschen noch besser erreichen können.“ Weiterhin setzt die Stadt Kassel auch auf die verstärkte Präsenz von städtischen Ordnungskräften. „Die höhere Kontrolldichte hat sich in der Vergangenheit bewährt“, berichtet Geselle.

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