Anti-Terror-Poller schützen die Kasseler Innenstadt

Terror, Königsstraße, Weihnachtsmarkt, Beton, Poller, Betonpoller, Pfosten Fotos: Lange
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Terror, Königsstraße, Weihnachtsmarkt, Beton, Poller, Betonpoller, Pfosten Fotos: Lange

Am Wochenende sollen die massiven Betonklötze die Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt erhöhen.

Kassel. Terrorgefahr ist auch in Kassel allgegenwärtig: Während vergangene Woche Räume eines Islamisten-Zentrums durchsucht worden, ist die Angst vor Anschlägen auch auf dem Weihnachtsmarkt groß. Sichtbar wurde das am vergangenen, ersten Adventswochenende: Da wunderten sich die Innenstadtbesucher über mächtige Beton-Blöcke, die auf den Straßenbahnschienen der Königsstraße am Opernplatz und am City Point  aufgestellt worden.

"Ja, es handelt sich um eine Maßnahme zur Terrorabwehr", erklärt Kassels Polizeisprecher Torsten Werner. So sollen die Klötze verhindern, dass der oder die Täter in Autos oder Kleinlastern mit hoher Geschwindigkeit über die Einkaufsmeile rasen und Menschen an- oder überfahren – wie im Sommer in Nizza geschehen.

Immer wenn die Straßenbahnen am Wochenende aus der  Innenstadt umgeleitet werden, um bummelnden Besuchern mehr Platz zu lassen, stellt eine vom Veranstalter Kassel Marketing beauftragte Firma die Blöcke auf. Der Polizeisprecher erklärt weiter: "Rettungskräfte können diese Blöcke natürlich umfahren. Es geht darum, dass mögliche Täter eben nicht mit hohem Tempo in die Menschen rasen können". Doch Polizeisprecher Werner – nach eigenen Aussagen selbst gern Besucher des Weihnachtsmarktes – macht auch deutlich, dass keine konkreten Hinweise auf eine besondere Gefährdung Kassels vorlägen. "Es gilt: Kein Besucher muss wirklich wegbleiben". Die Polizei spricht in der jetzigen Situation von einer "abstrakten Gefahr".

Das heißt, man will mögliche Risiken minimieren. "Im vergangenen Jahr war das noch kein Thema", so Werner, doch bereits zum Zissel 2016 waren die Klötze im Einsatz.

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