Arbeitslosenquote steigt in der Region saisonüblich auf 5,8 Prozent

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Die Stimmung auf dem heimischen Arbeitsmarkt bekommt im zweiten Wintermonat einen leichten Dämpfer.

Region.  Saisonüblich stieg die Anzahl der Jobsuchenden im Januar im Agenturbezirk Kassel (Stadt Kassel, Landkreis Kassel, Werra-Meißner-Kreis) auf jetzt 16.561 Personen. Das sind 1.343 mehr (+ 8,8 Prozent) als im Dezember, aber 2.170 weniger (-11,6 Prozent) als im Januar 2017. Die Arbeitslosenquote klettert binnen Monatsfrist um 0,4 Punkte auf 5,8 Prozent. Noch vor einem Jahr waren es 6,7 Prozent gewesen.

Wenig überrascht zeigt sich Agenturchef Detlef Hesse von der aktuellen Arbeitsmarktlage: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter ist saisonüblich und entspricht mit 8,8 Prozent mehr Arbeitslosen dem zu erwartenden Trend.“ Gegenüber Dezember seien mehr Jobsuchende vor allem im Rechtskreis SGB III registriert worden, unter ihnen vorrangig Männer. Als absolut erfreulich wertet Hesse den Jahresvergleich mit durchweg zweistelligen Minuswerten bei allen Personengruppen und betont: „Neben Langzeitarbeitslosen konnten vor allem Ältere über 50 Jahren, insbesondere über 55 Jahren, besonders erfolgreich in Arbeit vermittelt werden.“ Das spiegele einerseits endlich die notwendige Wertschätzung von Erfahrung und Kompetenz wider, zeige aber andererseits auch wie groß der Fachkräftebedarf und damit die Personalsorgen der heimischen Unternehmen seien. Immerhin sind, so Hesse, aktuell 3.837 offene Stellen der Arbeitsagentur gemeldet und damit 532 oder 16,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Bei tendenziell sinkender Arbeitslosigkeit in Kreis, Land und Bund diesen großen Bedarf der Wirtschaft zu befriedigen, wird die künftige Herausforderung aller Player sein“, stellt der Leiter der Arbeitsagentur Kassel klar.

 Von der Gesamtzahl der Arbeitslosen sind 31,9 Prozent (5.289 Personen) der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 68,1 Prozent (11.272 Personen) der Grundsicherung (SGB II) zugeordnet. Im Rechtskreis SGB II ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat (+402 Personen) gestiegen und zum Vorjahr (-1.849 Personen) zurückgegangen. Im Rechtskreis SGB III hat die Arbeitslosigkeit noch deutlicher gegenüber Dezember (+941 Personen) zugenommen, weist aber gegenüber Januar 2017 ein geringeres Minus (-321 Personen) auf.

Entwicklung in den Regionen 

Die Zahl der Arbeitslosen ist von Dezember auf Januar in der documenta Stadt Kassel um 583 Personen auf 8.433 Personen gestiegen. Das sind 1.403 weniger Jobsuchende als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt im Berichtsmonat bei 7,9 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent). Mit 2.027 gemeldeten offenen Stellen ist das Angebot größer als vor einem Jahr (+111 Stellen oder +5,8 Prozent).

 Im Landkreis Kassel liegt - mit insgesamt 5.334 Arbeitslosen - die aktuelle Quote bei 4,2 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent). Der Bestand offener Stellen ist mit 1.214 zwar um 100 Angebote niedriger als im Vormonat, aber dennoch deutlich höher als im Januar 2017 (+326 Stellen oder +36,7 Prozent).

 Im Werra-Meißner-Kreis sind 2.794 Jobsuchende registriert. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (Vorjahr 6,3 Prozent). Auch hier stieg die Zahl der offenen Stellen seit dem Vorjahr (+95 Stellen oder +19 Prozent) auf jetzt 596 Offerten

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