Auch in den Ferien: Kinder- und Jugendbauernhof schult Umgang mit Mensch und Natur

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Durften Schaf Beate zum Grasen an der Leine ausführen: Luisa (4) mit Mama Daniela (li.) aus Lohfelden und Clara (3) mit Mama Nadine aus Kassel kamen in den Ferien zum Kinderbauernhof.

Der Kasseler Kinder- und Jugendbauernhof lädt Kinder dazu ein, sich an der Hofarbeit zu beteiligen und spannende Erfahrungen zu sammeln.

Kassel. Kaninchen misten, Tomaten ernten und die Schafe zum Grasen führen – all diese Arbeiten dürfen und sollen auf dem Kasseler Kinder- und Jugendbauernhof von den Kindern erledigt werden. Besonders in den Sommerferien herrscht auf dem 4.500 Quadratmeter großen Hof im Stadtteil Wesertor reges Treiben. Der Hof ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien aus Kassel und dem Landkreis. Hier erleben die Kinder das Hofleben hautnah, lernen den Umgang mit der Natur samt ihrer Tiere und Pflanzen kennen. Neben Schafen und Hühnern, Kaninchen, Schweinen und Honigbienen gibt es auf dem Hof zwischen Fulda und Ahna zahlreiche Obstbäume, Gemüse- und Blumenbeete, einen Brunnen, Kletterbäume und vieles mehr zu entdecken.

An der großen Feuerstelle werden regelmäßig Lagerfeuer veranstaltet. Einmal die Woche wird gemeinsam mit den Kindern gekocht, was auf dem Hof angebaut wird. „Wir haben hier das Ziel, den Kindern einen wertschätzenden Umgang untereinander und mit der Natur zu vermitteln und bei ihnen durch Erfahrungen ein Bewusstsein dafür zu schaffen“, erklärt Ana Luz Lödige, die den Hof mit zwei weiteren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen leitet. Der Rest des über 20-köpfigen Teams arbeitet größtenteils ehrenamtlich oder als Honorarkraft. Geld von der Stadt Kassel gibt es kaum. Der Verein, der den Kinderbauernhof seit zehn Jahren trägt, ist auf Spenden angewiesen.

Dabei ist der Hof, der seit seiner Gründung immer weiter gewachsen ist, auch ein wichtiger Anlaufpunkt für Schulklassen und Kitagruppen sowie für Kinder, die in der Umgebung des Bauernhofes leben. „Viele von ihnen kommen ganz regelmäßig. Für sie ist der Hof wie ein zweites Zuhause und ein Ort, an dem ihnen zugehört und sich mit ihnen beschäftigt wird“, berichtet Lödige. Hier kommen alle, ungeachtet ihrer Nationalität oder sozialen Schicht, zusammen. Denn ob der Kinder- und Jugendbauernhof für die einen nun ein Tagesausflugsziel oder für die anderen ein zweites Zuhause ist – für alle Kinder und Eltern, egal wie oft sie herkommen, mitarbeiten oder mitessen, ist der Eintritt frei.

Besuchstage mit und ohne Eltern

Eltern sind auf dem Hof allerdings nur am Mittwoch – dann ist Kleinkindernachmittag – und am Samstag zugelassen. Dienstags, donnerstags und freitags sind Kinder ab sechs Jahren ohne ihre Eltern willkommen. An allen Tagen kann der Bauernhof von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Montag und Sonntag sind Ruhetage. In allen Ferien (außer Weihnachtsferien) und an beweglichen Ferientagen gelten die gleichen Öffnungszeiten. An Feiertagen hat der Hof geschlossen.

Seit Beginn der diesjährigen Sommerferien wird jede Woche ein anderes Thema unter die Lupe genommen. So wurde in den vergangenen Wochen unter fachkundiger Anleitung fleißig geschmiedet, gezaubert, geplanscht und gewerkelt. In dieser Woche wird auf dem Hof geschraubt und gehämmert, Neues gebaut und Altes repariert. In der letzten Ferienwoche, vom 31. Juli bis 4. August, findet eine Überraschungswoche statt. Alle offenen Angebote sind kostenfrei und ohne Anmeldung wahrzunehmen.

Den Bauernhof unterstützen

Der Kinder- und Jugendbauernhof ist auf Spenden angewiesen. Mit einer Mitgliedschaft im Verein, einer Tierpatenschaft (nähere Informationen unter www.kinderbauernhof-kassel.de/ deutsch/so-können-sie-uns-unterstützen) sowie mit Geldspenden an das folgende Konto, fließt jeder Euro an das soziale Projekt. Konto: Kinderbauernhof Kassel e.V., Kassler Sparkasse, IBAN: DE72 5205 0353 0001 1350 00

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