„Auch Shisha rauchen ist nicht gesund“: Lukas Mühlenbein aus Kaufungen bloggt über Wasserpfeifen

Dem Kaufunger Lukas Mühlenbein folgen auf Instagram über 30.700 Shisha-interessierte Menschen. 
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Dem Kaufunger Lukas Mühlenbein folgen auf Instagram über 30.700 Shisha-interessierte Menschen. 

30 Wasserpfeifen besitzt der Kaufunger Lukas Mühlenbein mittlerweile – und verdient dank des regelmäßigen Shisha-Rauchens sogar nebenbei Geld.

Kaufungen. Über 30.700 Menschen verfolgen bei Instagram, wie der 24-jährige Wirtschaftswissenschaftsstudent Tabak testet, Köpfe baut und Wasserpfeife raucht, aber auch Einblicke in den Alltag mit allen Pflichten und Unternehmungen eines Studenten oder die Joggingrunde um den Steinertsee erhalten.

„In meiner Jugend bin ich durch Freunde das erste Mal mit einer Shisha in Berührung gekommen. Anfangs hab ich mich da allerdings nicht dran getraut“, erzählt er uns während des verabredeten Zoom-Meetings. „Dann hab ich festgestellt, dass es doch schmeckt und mir meine eigene Pfeife gekauft. Regelmäßig saß man dann mit Freunden zusammen und die Idee, Bilder der Shisha bei Instagram zu posten, entstand eigentlich aus einer Schnapsidee heraus. Eigentlich wollten wir bloß Hintergrundbilder für das Smartphone machen, doch da meine Bilder in meinem Freundeskreis so gut ankamen, ermutigten mich diese, so etwas öfter bei Instagram zu posten. Mit Instagram hatte ich bis dahin nichts am Hut, noch nicht einmal ein eigenes Profil. Mittlerweile folgen mir über 30.700 Personen und ich poste jeden Tag ein Bild auf meinen Account Lukes Shisha Corner.“ Die Personen, die Lukas mit seinen Beiträgen und Stories erreicht, kommen aus aller Welt, aus allen gesellschaftlichen Schichten und reichen von jung bis alt.

Dass nur junge Leute Shisha rauchen, kann Lukas Mühlenbein nicht bestätigen, denn mittlerweile lassen sich auch bekannte Fußballer mit Wasserpfeife ablichten und man trifft Manager in der Shishabar. Shisha rauchen ist nicht nur gesellig, sondern verbindet auch alle Arten von Menschen.

„Das Thema Wasserpfeife erhält mehr Aufmerksamkeit als noch damals in meiner Jugend. Da gab es nur wenige vernünftige Hersteller, doch mittlerweile gibt es hochwertigen Tabak und viele Shishabars, in denen nicht nur junge Erwachsene sitzen.“ Seinen Account nutzt er auch dazu, um als gutes Beispiel voranzugehen. „Dass das Shisha rauchen nicht gesund ist, ist klar. Das muss man auch klipp und klar so sagen. Wenn ich Anfragen von Minderjährigen erhalte, gebe ich denen das so auch weiter, denn es hat einen Grund, warum man auch Shisha-Tabak erst ab 18 Jahren kaufen kann. Ich versuche, meinen Lebensstil ansonsten möglichst gesund zu führen, gehe joggen und ernähre mich gesund – als Ausgleich und um als gutes Beispiel voranzugehen“, so Mühlenbein, der dank einiger Kooperationen mit Firmen und Shops aus dem Wasserpfeifen-Bereich nebenbei einen dreistelligen Betrag verdient.

„Ob und wie sich diese Zusammenarbeiten über Instagram ausbauen lassen, wird die Zeit zeigen. Da möchte ich mich aber nicht blind drauf verlassen. Das Studium hat Vorrang und gerade in der Klausurenphase ist es mitunter schwierig gewesen, Content zu produzieren. Es soll ja schließlich auch Genuss und Spaß sein.“

Jeden Tag gibt es einen Beitrag auf der Social Media Plattform, hinzukommen regelmäßige Stories, produzierte Reels und bezahlte Beiträge. Die vielen Nachrichten, die er erhält, versucht der Hobby-Fußballer alle gewissenhaft zu beantworten und nimmt sich Zeit für die Antworten. Und die drehen sich nicht immer um das Thema Shisha rauchen, sondern auch um Lifestyle, Mode, Musik oder auch sportliche Motivation, Liebeskummer sowie andere Probleme. „Auch für solche Art von Anfragen nehme ich mir Zeit, suche Beratungsstellen oder Anlaufstellen raus. Ich denke, da habe ich auch eine gewisse Art von Verantwortung und kann meine Reichweite positiv nutzen. Ebenso war es mit wichtig, während des Lockdowns als gutes Beispiel voranzugehen und mich nicht mit fünf verschiedenen Haushalten zum Rauchen zu treffen, sondern ein Vorbild zu sein.“

Ungefähr einmal am Tag wird die Shisha angemacht, genossen und Content für die kommenden Postings produziert – es sei denn, Lukas Mühlenbein ist krank: „Dann braucht der Körper eine Pause vom Rauchen und das ist auch völlig in Ordnung.“

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