Ausgrenzung trotzen: Wanderausstellung in der documenta-Halle eröffnet

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Die Wanderausstellung "Kunst trotz(t) Ausgrenzung" feiert ihren Auftakt bis zum 4. März in der Kasseler documenta-Halle. Einen kleinen Einblick vorab gibt es in unserer Bildergalerie.

Kassel. Um sämtlichen Formen der Ausgrenzung künstlerisch zu begegnen und ihr zu trotzen, ist seit Freitag die Ausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ in der Kasseler documenta-Halle zu Gast. Im Rahmen des Projektes „Vielfalt gestalten – Ausgrenzung widerstehen“ der Diakonie Deutschland hat Kurator Andreas Pitz eine Wanderausstellung kreiert, die in Kassel ihren Start für eine deutschlandweite Reise gefunden hat. „Wir sind sehr stolz und glücklich, für den Auftakt einen so ehrwürdigen Ausstellungsraum gefunden zu haben“, so Pitz.

Die ausgewählten Werke stammen von Künstlern unterschiedlichster sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft und sollen den Betrachter herausfordern, sich mit der Gestaltung einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft auseinanderzusetzen. Unter anderem dabei sind zwei Arbeiten von Georg Wolf. Der gelernte Metallbauer hat rund 70 Flüchtlingen beigebracht, wie man Nägel schmiedet und mit ihrer Hilfe das Kunstwerk „Odyssee“ geschaffen. „Ich wollte ihnen Arbeit und das Gefühl geben, hier gewollt und gebraucht zu sein“, erklärt Wolf, „Sie über die wichtige Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft aufzuklären und sie in mein Schaffen einzubinden, statt auszugrenzen war das Ziel der Arbeit.“

Tausende Nägel haben die Geflüchteten zusammen geschmiedet. Mit diesen wurde schließlich ein neun Tonnen schweres, aus Nägeln und altem Scheunenholz gefertigtes Kunstwerk geschaffen. Es soll an ein gestrandetes Floß erinnern. Ebenfalls von Georg Wolf stammt eine 7,2 Tonnen schwere Plastik mit dem Titel „Sehnsucht“. Es ist ein massives unvollständiges Puzzle, das die ewige Suche nach dem „fehlenden Puzzleteil“ im Leben der Menschen symbolisiert.

Diese und viele weitere Installationen, Fotografien und Plastiken zum Thema Ausgrenzung können sich Besucher bis zum 4. März in der documenta-Halle ansehen. Die Ausstellung ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. „Wir wollen mir dieser Wanderausstellung eine künstlerische Absage an Fremdenfeindlichkeit und Ideologien von angeblicher Ungleichheit von Menschen erteilen. Wenn wir es schaffen, durch die Kunst demokratische Kultur und Vielfalt zu fördern, wären wir sehr glücklich“, so Kurator Andreas Pitz.

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