Ausgrenzung trotzen: Wanderausstellung in der documenta-Halle eröffnet

1 von 22
2 von 22
3 von 22
4 von 22
5 von 22
6 von 22
7 von 22
8 von 22

Die Wanderausstellung "Kunst trotz(t) Ausgrenzung" feiert ihren Auftakt bis zum 4. März in der Kasseler documenta-Halle. Einen kleinen Einblick vorab gibt es in unserer Bildergalerie.

Kassel. Um sämtlichen Formen der Ausgrenzung künstlerisch zu begegnen und ihr zu trotzen, ist seit Freitag die Ausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ in der Kasseler documenta-Halle zu Gast. Im Rahmen des Projektes „Vielfalt gestalten – Ausgrenzung widerstehen“ der Diakonie Deutschland hat Kurator Andreas Pitz eine Wanderausstellung kreiert, die in Kassel ihren Start für eine deutschlandweite Reise gefunden hat. „Wir sind sehr stolz und glücklich, für den Auftakt einen so ehrwürdigen Ausstellungsraum gefunden zu haben“, so Pitz.

Die ausgewählten Werke stammen von Künstlern unterschiedlichster sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft und sollen den Betrachter herausfordern, sich mit der Gestaltung einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft auseinanderzusetzen. Unter anderem dabei sind zwei Arbeiten von Georg Wolf. Der gelernte Metallbauer hat rund 70 Flüchtlingen beigebracht, wie man Nägel schmiedet und mit ihrer Hilfe das Kunstwerk „Odyssee“ geschaffen. „Ich wollte ihnen Arbeit und das Gefühl geben, hier gewollt und gebraucht zu sein“, erklärt Wolf, „Sie über die wichtige Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft aufzuklären und sie in mein Schaffen einzubinden, statt auszugrenzen war das Ziel der Arbeit.“

Tausende Nägel haben die Geflüchteten zusammen geschmiedet. Mit diesen wurde schließlich ein neun Tonnen schweres, aus Nägeln und altem Scheunenholz gefertigtes Kunstwerk geschaffen. Es soll an ein gestrandetes Floß erinnern. Ebenfalls von Georg Wolf stammt eine 7,2 Tonnen schwere Plastik mit dem Titel „Sehnsucht“. Es ist ein massives unvollständiges Puzzle, das die ewige Suche nach dem „fehlenden Puzzleteil“ im Leben der Menschen symbolisiert.

Diese und viele weitere Installationen, Fotografien und Plastiken zum Thema Ausgrenzung können sich Besucher bis zum 4. März in der documenta-Halle ansehen. Die Ausstellung ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. „Wir wollen mir dieser Wanderausstellung eine künstlerische Absage an Fremdenfeindlichkeit und Ideologien von angeblicher Ungleichheit von Menschen erteilen. Wenn wir es schaffen, durch die Kunst demokratische Kultur und Vielfalt zu fördern, wären wir sehr glücklich“, so Kurator Andreas Pitz.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bundesfinanzminister Olaf Scholz besuchte den EXTRA TIP

Ob Europaproblematik oder Finanzprobleme der Länder - Olaf Scholz zeigte sich sattelfest.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz besuchte den EXTRA TIP

4,3 Promille: Sanitäter stoppen volltrunkenen Lkw-Fahrer in Kassel

Am gestrigen Montagmorgen fuhr ein ungarischer Lkw-Fahrer in der Holländischen Straße in Kassel ein Verkehrszeichen um. Als die zur Unfallstelle gerufenen Polizeibeamte …
4,3 Promille: Sanitäter stoppen volltrunkenen Lkw-Fahrer in Kassel

Räuber überfällt 20-Jährigen und erbeutet Geldbörse - Polizei sucht nach Zeugen

In der Nacht zum vergangenen Sonntag überfiel ein bislang unbekannter Täter einen Mann in der Artilleriestraße in Kassel und erbeutete dabei die Geldbörse des Opfers.
Räuber überfällt 20-Jährigen und erbeutet Geldbörse - Polizei sucht nach Zeugen

Der Tag, an dem Kassel starb

22 Minuten dauerte der allierte Bombenangriff am 22. Oktober 1943. Dann war Kassel ein einziger großer Friedhof mit 10.000 Toten.
Der Tag, an dem Kassel starb

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.