Ausstellung zur deutschen Sozialgeschichte im Bundessozialgericht

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Die Figurengruppe "Arbeiterunfall" aus der Ausstellung "In die Zukunft gedacht".

Ab dem 18. Mai ist im Kasseler Bundessozialgericht die Ausstellung „In die Zukunft gedacht – Bilder und Dokumente zur deutschen Sozialgeschichte“ zu sehen.

Kassel. Vom 18. Mai bis 31. August 2018 ist die Ausstellung „In die Zukunft gedacht – Bilder und Dokumente zur deutschen Sozialgeschichte“ im Bundessozialgericht, Graf-Bernadotte-Platz 5, in Kassel zu sehen. Wie haben die Menschen früher gelebt und gearbeitet? Vor welchen Herausforderungen stand der Sozialstaat in Zeiten der industriellen Revolution? Und: Vor welchen Herausforderungen steht er heute und in Zukunft?

Die Ausstellung „In die Zukunft gedacht“ führt die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Sozialstaats – von den Anfängen der ersten Sozialgesetze bis zur Gegenwart. Jeder kann sich hier ein Bild von den rasanten Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt machen.

Lebendige Geschichte

Unser heutiges komplexes System zur sozialen Sicherung ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte. Dieser lange, manchmal mühevolle und nicht immer geradlinige Weg zum Sozialstaat, wie wir ihn heute kennen, wird auf den 34 Tafeln der Ausstellung mit vielen Zeitzeugnissen lebendig. Eine lebensgroße Figurengruppe zeigt die verheerenden Folgen eines Arbeitsunfalls in der frühindustriellen Zeit. Etwa eine halbe Million Menschen haben seit 1987 diese immer wieder aktualisierte Ausstellung gesehen.

Von der Armenspeisung zur sozialen Sicherung

Die Ausstellung führt uns zurück in eine Zeit, in der Mildtätigkeit oft das einzige war, auf das Menschen in Not hoffen konnten. Der gesellschaftliche Umbruch durch die Industrialisierung macht die Folgen fehlender Ab sicherung bei Krankheit, Unfall oder Arbeits losigkeit überdeutlich: Wohnungsnot, Kinderarbeit und wachsende Armut prägen das Leben der Menschen im 19. Jahrhundert. Erst ab 1883 werden Kranken- und Unfallversicherung sowie die Altersversorgung eingeführt. Damit ist der Grundstein der sozialen Sicherung gelegt.

Von der Risikoabsicherung zur Solidargemeinschaft

Fotos, Briefe, Verträge und Gesetzestexte führen durch die Geschichte gesellschaftlicher Veränderungen vom Mittelalter bis heute: von der einfachen Absicherung lebens bedrohlicher Risiken bis zum heutigen komplexen sozialen Sicherungs system.

Inspirierender Blick auf die Gesellschaft

Dabei werden nicht nur Fakten abwechslungsreich vermittelt, die Zeitzeugnisse sprechen auch vom Wandel des sozialen Klimas. Der Vergleich von damals und heute, die Darstellung verschiedener Lebensabschnitte von der Ausbildung bis zur Pensionierung und der sichtbaren Veränderungen im Zusammenleben der Geschlechter oder Generationen bieten viele An- regungen zum Nachdenken und Diskutieren. Die Ausstellung richtet sich an alle Menschen, die sich dafür interessieren und damit zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beitragen.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 16 Uhr und nach Absprache. Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen für kostenlose Führungen: Telefon 0561 3107-210 Pressestelle@bsg.bund.de Führungen für Gehörlose und Hörgeschädigte nach Vereinbarung. Weitere Informationen: www.ausstellung.bmas.de

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