Ausstellung "Fahr Rad" zeigt, wie Kassel radfreundlicher werden könnte

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"Fahr Rad" Ausstellung in der documenta Halle
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"Fahr Rad" Ausstellung in der documenta Halle

Darauf, dass sich bisher zu wenig tut, machten die Aktivisten des Radentscheids gleich bei der Eröffnung aufmerksam

Kassel. Wenn man sieht, wie fahrradfreundlich beispielsweise Kopenhagen, Essen oder Karlsruhe sind, dann wird schnell deutlich: Kassel hat in dieser Beziehung noch viel nachzuholen. Was dabei möglich ist, zeigen u.a. Kasseler Studenten in der Ausstellung "Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt", die gestern in der documenta-Halle eröffnet wurde.

Die Schau des Deutschen Architekturmuseums (DAM) zeigt u.a. viele architektonische und stadtplanerische Beispiele. "Wir hoffen, dass die Stadt mutiger wird, für Radler besser zu planen", so Gerhard Greiner, der die Ausstellung mit dem Bund Deutscher Architekten und dem "Kaz im Kuba" nach Kassel geholt hat. Für jeden Lokalpolitiker sei etwas dabei, was man sich als Anregung herauspicken könne.

Die Rückeroberung der Stadt ist eine Ausstellung, die für eine stärkere Einbindung des Fahrrads in den Alltag plädiert. Innovative Leitprojekte für den Radverkehr – von Kopenhagen bis New York, von Münster bis Karlsruhe – verdeutlichen, wie lebendig und frisch sich Städte entwickeln und mit welcher Lebensqualität deren Bewohner belohnt werden, die ihre Verkehrsplanung mutig, innovativ und im gegenseitigen Verständnis aller Verkehrsteilnehmer planen.

Ein umfangreiches Begleitprogramm zeigt, was sich gerade in Kassel tut. Darauf, dass sich zu wenig tut, machten die Aktivisten des Radentscheids, die auch einen Stand in der Ausstellung haben, gleich bei der Eröffnung aufmerksam: Als Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (ist Schirmherr der Schau)  gerade seine Eröffnungsrede hielt, spazierten die Aktivisten mit einem großen Protest-Banner vor die Bühne und versperrten Geselle fast die Sicht aufs Publikum.

Über 21.000 Unterschriften haben sie für eine Verbesserung der Infrastruktur gesammelt, fühlen sich aber von der Stadt im Stich gelassen, weil die zu wenig für Radler tue. Greiner betonte: Radler seien keine besseren Menschen. Aber man müsse sich für ein besseres Miteinander einsetzen. "Die Ausstellung zeigt, wie man Kassel besser machen kann."

"Fahr Rad" ist bis zum bis 8. September in der Kasseler documenta-Halle zu sehen.

Weitere Infos zum Begleitprogramm gibt es hier

Übrigens: Am Sonntag, um 11.30 Uhr, findet eine Gesprächsrunde "Aufgesattelt - Mensch und Fahrrad - Porträts einer ganz besonderen Beziehung" im oberen Teil der Halle statt. Die Gespräche drehen sich um das Buch "Aufgesattelt" von EXTRA TIP-Redakteur Ulf Schaumlöffel. Moderiert wird die Veranstaltung von Staatssekretärin Anne Janz. Unter den Gästen: Marathonläuferin Laura Hottenrott, Musiker und Reiseexperte Detlef Giebeler, BMX-Fahrer Ferdi Bensch und seine Crew, die Künstlerinnen Valeria Abendroth und Clara Hoere, Kunsthochschule Kassel-Rektor Joel Baumann, Rechtsanwalt Christopher Posch, Stadtbaurat Christoph Nolda und Fahrradexperte Helmut Mauer.

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