Autobahngold-Betrüger erwischt

+

Kassel. Eine Zeugin hatte die Polizei gerufen, weil drei Männer auf der Autobahn wild gestikulierten. Die Polizei fand gleich 30 falsche Goldringe.

Kassel. Eine aufmerksame Autofahrerin hat heute Mittag um 12.15 Uhr drei rumänischen Staatsbürgern am Autobahnkreuz Kassel durch einen schnellen Anruf bei der Polizei zumindest für heute das betrügerische Handwerk gelegt. Sie hatte einen silbergrauen Mercedes mit Hameler Kennzeichen (HM) in der Zufahrt von der A 7 zur A 44 stehen sehen.

Die Männer hatten wild gestikuliert, um dadurch Autofahrer zum Anhalten zu bewegen. Die clevere Autofahrerin rief aber sofort über ihre Freisprecheinrichtung die Polizei. Von der Leitstelle der Polizei in Kassel verständigt, war kurz darauf ein Funkwagen der Polizeiautobahnstation Baunatal zur Stelle und traf die drei vermeintlich hilfsbedürftigen Männer an ihrem Pkw an. Bei ihnen fanden die Polizeibeamten rund 30 schwere Siegelringe aus goldglänzendem Metall und stellten sie aus Gründen der Gefahrenabwehr sicher. Die wertlosen Eisenringe wiesen sogar Punzzeichen auf.

Meist an Auf- oder Abfahrten der Autobahnen

Da es bis zu diesem Zeitpunkt noch zu keiner Betrugshandlung und auch nicht zum Versuch gekommen war, mussten die Beamten die Männer am Nachmittag wieder laufen lassen. Die Polizei warnt aufgrund dieses Anlasses aber erneut vor der leider schon sehr häufig auch in unserem Raum vorkommenden Betrugsmasche mit dem sogenannten "Autobahngold".

Die Betrüger stellen sich vorzugsweise an Auf- oder Abfahrten von Autobahnen mit ihren Fahrzeugen auf und gaukeln vor, einen Notfall zu haben. Meistens geben sie vor, Sprit zu brauchen, aber dafür kein Bargeld zu haben. Sie hätten aber "als Sicherheit" wertvollen Familienschmuck anzubieten, wenn der Autofahrer ihnen 50 oder 100 Euro Spritgeld gebe. Für den Schein gibt's dann in der Regel einen vermeintlich wertvollen, teuren Goldring, der sich später aber als wertlos herausstellt. Wenn der betrug auffliegt, sich die Täter schon über alle Berge.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Corona: Neues Schnelltestzentrum in Kassel

In der Stadt Kassel wird ein weiteres Corona-Schnelltestzentrum in Betrieb genommen. Ab Mittwoch kann man sich in der Innenstadt auf das Virus testen lassen.
Corona: Neues Schnelltestzentrum in Kassel

„Saisonstart“ der Raser und Autoposer: Polizei kontrollierte - 200 Autos am Sandershäuser Berg

Der Schwerpunkt lag neben den technischen Veränderungen an den Fahrzeugen auch auf verbotenen Kraftfahrzeugrennen.
„Saisonstart“ der Raser und Autoposer: Polizei kontrollierte - 200 Autos am Sandershäuser Berg

Kassels Ordnungsdezernent Dirk Stochla: „Wer E-Scooter nutzt, muss Rücksicht nehmen!“

Vier Anbieter sind mittlerweile mit ihren Miet-Elektrorollern in Kassel vertreten. Und die Probleme nehmen zu. Sowohl beim Fahren als auch beim Abstellen werden …
Kassels Ordnungsdezernent Dirk Stochla: „Wer E-Scooter nutzt, muss Rücksicht nehmen!“

Flucht vor Polizei: 31-Jähriger fährt mit bis zu 140 km/h durch Kassel

Die Flucht endete mit einem Unfall.
Flucht vor Polizei: 31-Jähriger fährt mit bis zu 140 km/h durch Kassel

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.