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Bauarbeiten in Bettenhausen: 1,2 Millionen Euro für Hochwasserschutz entlang der Losse

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Von: Nadja Feldle

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Entlang der Losse in der Lossestraße wurde unter anderem auch eine neue Stahlbetonmauer gebaut.
Entlang der Losse in der Lossestraße wurde unter anderem auch eine neue Stahlbetonmauer gebaut. © Feldle

An der Losse in Kassel-Bettenhausen wird und wurde ordentlich gebaut. Neue Mauern wurden errichtet, am Dorfplatz das Ufer geebnet und alte Grünflächen entfernt.

Kassel. Wir fragten bei der Stadt Kassel beziehungsweise Kasselwasser nach, was hier vor sich geht und erhielten folgende Erklärung: „Immer wieder ist die Losse in den vergangenen Jahren über die Ufer getreten. Um den Schutz der Anwohner sowie der städtischen Infrastruktur zu erhöhen, setzt sich KASSELWASSER seit Jahren im Wasserverband Losse für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes ein.

Der Wasserverband Losse plant zurzeit die Realisierung von Hochwasserrückhaltebecken im Bereich der Ortslagen Helsa und Kaufungen. Für die Ortslage Kassel Bettenhausen war ein weiters Becken angedacht. Nach dem sich jedoch die Planungen zu einem Hochwasserrückhaltebecken im Bereich der Eichwaldwiesen auf Grund der Lage in einem Trinkwasserschutzgebiet als nicht genehmigungsfähig erwiesen, legte KASSELWASSER den Fokus der Planungen auf linienhafte Schutzmaßnahmen entlang der Losse.

Die beiden Hochwasserrückhaltebecken sowie die punktuellen Maßnahmen in Kassel im Bereich Bettenhausen sind aufeinander abgestimmt und nicht losgelöst voneinander zu betrachten. Anhand einer Strömungsberechnung wurden verschiedener Abflüsse der Losse für den Stadtteil Bettenhausen überprüft. In Abstimmung mit der Oberen Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Kassel wurde für die punktuellen linienhaften Maßnahmen ein Abfluss von 40 m³/s festgelegt. Hieraus ergaben sich in mehreren Bereichen an der Losse die folgenden Maßnahmen:

Im Bereich des Spielplatzes am Dorfplatz Bettenhausen wurde bereits eine Verwallung zum Schutz vor Hochwasser errichtet.
Im Bereich des Spielplatzes am Dorfplatz Bettenhausen wurde bereits eine Verwallung zum Schutz vor Hochwasser errichtet. © Feldle

1. In der Lossestraße wird der Aufbau einer Stahlbetonmauer entlang der ehemaligen Trasse der Leitplanke durchgeführt. Die Mauer wird mit Abdeckplatten und Verblendern aus Sandstein verkleidet. Des Weiteren wird eine Stahlbetonmauer im Bereich des Grundstücks Sandershäuser Straße 60 errichtet.

2. Entlang der Buttlarstraße ist der Bau einer Stahlbetonmauer von der Miramstraße bis zum Spielplatz vorgesehen. Diese wird ebenfalls mit Sandstein verkleidet. Im Bereich des Spielplatzes wurde bereits eine Verwallung zum Schutz vor Hochwasser errichtet. Zudem wird die vorhandene Mauer im Bereich des Grundstücks Ringhofstraße 28/30 erhöht.

3. Am Biegenweg 1 wurde der Bau einer Verwallung bereits abgeschlossen.

Mit den Schutzmaßnahmen wurde eine hinsichtlich ökologischer, wasserwirtschaftlicher und finanzieller Gesichtspunkte ausgewogene Lösung unter Beachtung sämtlicher Rahmenbedingungen gefunden, die entsprechend der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz gefördert werden.

Die beschriebenen Arbeiten werden Kosten in Höhe von ca. 1.2 Millionen Euro verursachen, wobei seitens des Landes Hessen eine Förderung von rd. 40 Prozent erfolgt. Da ein 100 prozentiger Hochwasserschutz auch bei Umsetzung aller geplanten Maßnahmen nicht zu gewährleisten ist, ist die Verbesserung des passiven Hochwasserschutzes (Objektschutz) parallel ebenso wichtig. KASSELWASSER steht beratungssuchenden Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern gerne zur Verfügung.“

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