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Pfiffiger Senior durchschaut Schockanruf: Polizei nimmt 37-jährigen Geldabholer fest

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Nachdem er den hohen Bargeldbetrag in Aussicht gestellt hatte, schickte die Betrügerbande den 37-Jährigen zum Wohnhaus des Seniors in der Südstadt, den Zivilpolizisten der Operativen Einheit gegen 13 Uhr festnahmen.  © Armin Weigel

Der festgenommene 37-jährige Mann mit amerikanischer und polnischer Staatsangehörigkeit wohnt ersten Ermittlungen zufolge in Polen

Kassel-Süd Ein Senior aus Kassel ist am gestrigen Mittwoch nicht auf eine Betrügerbande hereingefallen. Der pfiffige 72-Jährige hatte am Vormittag einen sogenannten Schockanruf erhalten, die miese Masche der Anrufer aber sofort durchschaut. Dank seiner schnellen Mitteilung bei der Polizei klickten am Mittag die Handschellen für den Geldabholer, der in Erwartung fetter Beute von der Bande zur Anschrift des Seniors geschickt worden war. Der festgenommene 37-jährige Mann mit amerikanischer und polnischer Staatsangehörigkeit wohnt ersten Ermittlungen zufolge in Polen. Er wird am heutigen Tag einem Haftrichter vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet.

Begonnen hatte der Betrugsversuch gestern gegen 10.30 Uhr mit dem Anruf eines angeblichen Polizisten auf dem Festnetzanschluss des 72-Jährigen. Der Mann schilderte, dass der Sohn des Seniors einen schweren Unfall verursacht habe und zur Abwendung einer Haft nun eine Kaution von 30.000 Euro gezahlt werden müsse.

Der Kasseler durchschaute den Betrug sofort, ließ dies die Täter aber nicht merken und spielte weiter mit. Nachdem er den hohen Bargeldbetrag in Aussicht gestellt hatte, schickte die Betrügerbande den 37-Jährigen zum Wohnhaus des Seniors in der Südstadt, den Zivilpolizisten der Operativen Einheit gegen 13 Uhr festnahmen. Die weiteren Ermittlungen gegen ihn und noch unbekannte Mittäter wegen bandenmäßigen Betrugs werden von der EG SÄM der Kasseler Kripo geführt.

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