Betrug durch falsche Gewinnversprechen: Anrufer ergaunern 1500 Euro

Enkeltrick: 10 000 Euro von Seniorin in Ettlingen ergaunert
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1500 Euro Schaden entstand durch betrügerische Anrufe von angeblichen Mitarbeitern einer Gewinnspielfirma bei einer Seniorin im Stadtteil Nordshausen. Die Polizei warnt vor diesen Betrugsmaschen.

Kassel- Die falsche Mitarbeiterin meldete sich bereits vor einigen Tagen mehrfach bei der 79-jährigen Seniorin. Die weibliche und akzentfrei Deutsch sprechende Anruferin bewog die ältere Dame in mehreren geschickt geführten Telefongesprächen dazu, Zahlkartencodes per Telefon zu übermitteln. Sie sei Mitarbeiterin einer Gewinnspielfirma und versicherte der älteren Dame, dass sie bei einem Preisausschreiben gewonnen hätte. Um an den Gewinn in Höhe von zunächst 30.000 Euro zu gelangen, solle die Seniorin 1500 Euro bezahlen. Erst dann könne ihr der Gewinn überbracht werden. Die Seniorin besorgte anschließend die sogenannten "Google-Play-Karten" bei einem Discounter und gab die Nummern der Gutscheinkarten telefonisch an die unbekannte Täterin. Laut Mitteilung der Geschädigten habe sie auch einmal mit einem Mann telefoniert. Die Täter können nun ausschließlich mit den Nummern im Internet einkaufen.

Nach dem Erfolg dieser miesen Masche versuchten es die unbekannten Täter erneut. Die Anruferin meldete sich am vergangenen Mittwoch gegen 21.00 Uhr nochmals bei der Geschädigten und wies sie mit erneuten Gewinnaussichten an, 3500 Euro als Unkostenbeitrag bei einer persönlichen Übergabe bereitzulegen. Die Seniorin habe tatsächlich 80.000 Euro gewonnen. Der Anweisung der Anruferin, das Geld bereitzulegen, kam die inzwischen misstrauisch gewordene Geschädigte jedoch nicht nach und unterrichtete am späten Mittwochabend glücklicherweise die Polizei. Die zum Wohnort der älteren Dame eilenden Polizisten des Kriminaldauerdienstes nahmen eine Strafanzeige auf und mussten der Geschädigten leider mitteilen, dass sie geschickten und wortgewandten Betrügern zum Opfer gefallen ist. Ein weiterer Schaden konnte somit verhindert werden. Die weiteren Ermittlungen des zuständigen Kommissariats 23 dauern an.

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