Betrunkener tritt Sanitäter dienstunfähig

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: 21-Jähriger verletzt Rettungsdienstbesatzun

Schläge und Tritte teilte eine als hilflos gemeldete Person im Pulvermühlenweg ausgerechnet gegen die Menschen aus, die ihm zur Hilfe geeilt waren. Der 21-Jährige verbrachte die Nacht anschließend im Polizeigewahrsam.

Kassel.  Am gestrigen Dienstagnachmittag verletzte ein 21-Jähriger, der als hilflose Person im Kasseler Stadtteil Unterneustadt von einem Passanten gemeldet worden war, die Besatzung des anschließend eingesetzten Rettungsdienstes. Ohne Vorwarnung griff der aggressive, berauschte junge Mann den Rettungsdienst an und verletzte sowohl die 23 Jahre alte Sanitäterin als auch den 31 Jahre alten Sanitäter. Die beiden Mitarbeiter des Rettungsdienstes mussten sich selbst im Krankenhaus ambulant behandeln lassen und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Auch die eingesetzten beiden Streifenteams des Polizeireviers Ost mussten sich den Aggressionen stellen. Sie brachten den in einer Flüchtlingseinrichtung im Landkreis Kassel wohnenden Mann ins Polizeigewahrsam, wo er seinen Rausch ausschlief.

Wie die eingesetzten Polizisten berichten, ereignete sich der Vorfall gegen 16:30 Uhr. Der Rettungsdienst war in den Pulvermühlenweg, Ecke Sommerweg gerufen worden, da ein Passant einen hilflosen jungen Mann meldete. Die Sanitäter trafen den Regungslosen in einem dortigen Gebüsch an und weckten ihn. Auf die Fragen nach seinem Wohlergehen und Namen, begann der Mann sofort loszuschlagen. Nach mehreren Fehlschlägen trafen seine anschließenden Tritte die beiden Sanitäter. Der Passant, der den Notruf abgesetzt hatte, versuchte auch noch beruhigend auf den hoch aggressiven Mann einzuwirken. Dabei zerriss seine Jacke, weil auch der Passant von ihm angegriffen wurde. Erst den hinzugerufenen Beamten gelang es den 21-Jährigen zu bändigen und ins Gewahrsam zu bringen. Über die gesamte Einsatzdauer, auch auf der Fahrt ins Gewahrsam, gebärdete sich der junge Mann sehr aggressiv, schlug und trat um sich und spuckte noch mehrfach in den Funkwagen.

Er muss sich nun wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und dem seit 2017 neuen Paragrafen 114 StGB "Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte" zu denen auch Rettungssanitäter gehören, verantworten.

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