„Bezahlung ist nicht gerecht!“: Lehrkräfte an Grundschulen fordern bessere Bedingungen

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Fordern eine gerechte Besoldung für Grundschullehrer: Katja Groh und Christiane Stock.

In ganz Hessen protestieren Grundschullehrer für eine faire Besoldung, die Anerkennung ihrer Arbeit und für bessere Bedingungen in den Schulen. Denn immer mehr Hilfskräftemüssen aushelfen.

Kassel. Sieben Bundesländer haben sich mittlerweile dazu entschlossen, Grundschullehrkräfte – wie die anderen Lehrer auch – nach Besoldungsgruppe A13 bezahlen zu wollen. Das Land Hessen hinkt noch hinterher. Katja Groh, Christiane Stock und andere der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bezirksfachgruppe Grundschule, kämpfen seit 2015 auch in diesem Jahr für eine faire Bezahlung.

„Vergleicht man die Besoldung von Lehrkräften in Stufe 3 der Besoldungsgruppen A 12 und A 13, dann ist der 13. November in diesem Jahr wieder der erste unbezahlte Arbeitstag für Grundschullehrkräfte: Den Rest des Jahres arbeiten sie dann unentgeltlich“, so die Lehrkräfte, die dafür am Mittwoch, 13. November von 17 bis 18 Uhr auf dem Kasseler Opernplatz laut werden möchten. Hessenweit finden Demos statt. „Wir müssen zeigen, dass wir viele sind und jetzt die Besoldung nach A13 fordern. Das Lehren in den Grundschulen ist ja nicht weniger kompliziert, nur weil die Kinder kleiner sind“, so Katja Groh. Es könne nicht sein, dass für ‚kleine Kinder nur kleines Geld‘ übrig sei.

Denn Grundschullehrkräfte haben die höchste Pflichtstundenzahl, einen hohen bürokratischen Aufwand und sie legen die Grundlagen für den weiteren Schulerfolg der Schüler. „Das wird allerdings in der Besoldung und der Anzahl der Pflichtstunden nicht honoriert“ heißt es in der Pressemitteilung der GEW. Hinzukommt, dass junge Menschen ein sinkendes Interesse am Grundschullehramt hätten. „Viele werden auf hessische Kosten ausgebildet und gehen dann in andere Bundesländer – oder sie entscheiden sich bewusst gegen Grundschule, auch wegen der Besoldung“, berichten Groh und Stock.

Auch die Unterrichtsqualität bei den Jüngsten würde durch den hohen Anteil an nicht qualifizierten Personen, die Lehraufträge erhalten, sinken. Mittlerweile werden daher auch viele Eltern aktiv und unterstützen die Lehrkräfte der Grundschulen. Nicht nur für eine faire Bezahlung, sondern auch für die Anerkennung der Arbeit und bessere Bedingungen für die Grundschüler in Hessen.

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