„Black Lives Matter“: 3000 demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt

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Aaron Kraus und Ricardo Olea Catalan (re.) können nicht fassen, was derzeit in den USA passiert.
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Aus Solidarität zur amerikanischen Bewegung „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen) kamen Tausende am Samstag zu einer Mahnwache vor dem Hauptbahnhof.

Kassel. Am 25. Mai ruft George Floyd in Minneapolis immer wieder „I can‘t breathe“, „ich kann nicht atmen“. Der schwarze Amerikaner erstickt, als sich ein weißer Polizist neun Minuten lang auf seinen Hals kniet. „Ich bekomme keine Luft, wenn ich die Bilder von George Floyds Ermordung sehe. Für uns People of Color ist es ein täglicher Kampf, diskriminiert zu werden“, sagt Charlene Hackley am Samstagmittag zu rund 3000 Demonstrierenden vor dem Hauptbahnhof. Gemeinsam mit zehn Engagierten und zahlreichen Initiativen hatte Hackley innerhalb von zwei Tagen eine Mahnwache organisiert, um auch in Kassel zum Protest gegen institutionalisierten Rassismus und Polizeigewalt aufzurufen.

„Ebenso wichtig ist es, jetzt nicht nur nach Amerika zu schauen, sondern Rassismus auch hier zu erkennen. In Kassel geschieht er genauso“, erklärt Soziologiestudentin Eunice Njoki, die neben sechs weiteren Rednern auf einem Podium zur Menge sprach. Während das Ordnungsamt angesichts der Corona-Pandemie eine Veranstaltung mit 400 Teilnehmenden genehmigt hatte, waren erheblich mehr Demonstrierende gekommen, um ihre Solidarität zur amerikanischen Bewegung „Black Lives Matter“ auszudrücken.

Nahezu alle trugen dabei Mundschutze, die Veranstalter verteilten kostenlose Masken. Viele bemühten sich außerdem, den nötigen Abstand einzuhalten. Aufgrund der Vielzahl an Menschen mussten die Kurfürstenstraße, Werner-Hilpert-Straße und Bürgermeister-Brunner-Straße für den Verkehr gesperrt werden. Trotz plötzlichem Regenschauer zog ein Großteil der Demonstrierenden noch spontan durch die Innenstadt zum Königsplatz.

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