Im Blockhaus-Stil: "Timberjacks" plant Restaurant in Kassel

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Bullenreiten und Burger, saftige Steaks und hausgemachtes Eis: Seit einem Jahr läuft das "Timberjacks" in Göttingen mit großem Erfolg. Nun soll Kassel nach gleichem Vorbild ein Restaurant im Rocky-Mountains-Blockhaus-Stil bekommen.

Kassel. Das in Göttingen seit einem Jahr ansässige Steakhaus „Timberjacks“ plant, ein Restaurant in Kassel zu eröffnen. Nach EXTRA TIP-Infomationen hat man dafür auch schon das passende Grundstück gefunden und gekauft: in der Kasseler Südstadt, direkt gegenüber des TÜVs am Autobahnzubringer gelegen. Gebäude und Konzept von „Timberjacks Bar & Grill“ sollen dem Göttinger Vorbild ähneln, das nach zwöf Monaten Bauzeit an der Kasseler Landstraße eröffnete und seitdem die Fans von Steaks, Burger und Mexican Food beeindruckt mit der Zunge schnalzen lässt.

Bullenreiten und Live-Musik

Die 500 Festmeter Stammholz für die Blockhauswände suchte Inhaber Thomas Kemner selbst im Harz aus, der beeindruckende Naturstein-Kamin im großzügigen Gastraum wetteifert mit der gigantischen LED-Fläche über dem Tresen um die Aufmerksamkeit der Gäste. Und der elektrische Rodeo-Bulle ist nicht nur Deko, sondern verspricht jede Menge Spaß –genau wie die Live-Musik-Abende, die das Timberjacks regelmäßig veranstaltet. „Unsere Basis aber ist gutes Essen mit sorgfältig ausgewählten Produkten“, lenkt Kemner den Blick zurück auf die Speisekarte. Das 300 Gramm-Point-Steak (aus der Hüfte) schlägt mit 24,90 zu Buche, mit Süßkartoffel-Pommes (4,90 Euro) und köstlicher Bacon-Butter (1,90 Euro) ein stolzer, aber für Kemner  mit Verweis auf die Qualität ein vertretbarer Preis.

Besonders stolz ist Kemner auf die hausgemachten Desserts, Cheese-Cake-Variationen und Eis. Letzteres wird mit Olivenöl produziert, ist auch für Laktoseintolerante verträglich, nur halb so lkalorienreich wie die Sahne-Variante und besonders intensiv im Geschmack. „Habe ich in Rimini entdeckt“, berichtet der weitgereiste, dessen weitere Entdeckungen – handbemalte Keramik aus Mixiko und geschnitzte Waldtiere von Bali – die Merchandiseing-Vitrine füllen. 250 Sitzplätze gibt es im Restaurant im Rocky-Mountain-Blockhaus-Stil, 150 Außenplätze gibt es außen. „Eine ähnliche Größe soll auch unser Restaurant in Kassel bekommen“, sagt Thomas Kemner, der glücklich über den gefundenen Standort ist. Mehrere Millionen hat der Bau in Göttingen gekostet, in dem 60 Menschen arbeiten. In Kassel dürften es kaum weniger sein.

Weißtannen aus dem Schwarzwald

Schon jetzt werden die Weißtannen für den Bau im Schwarzwald gefällt: „Das geht nur im Winter, dann benötigen wir ein halbes Jahr Trocknungszeit“, weiß der Kemner, gelernter Forstwirt und auch zu Ausbildungszeiten bei der Firma Jordan in Kassel dem Werkstoff eng verbunden. „Wir werden das Gebäude im Loghead-Stil errichten– die knorrigen Wurzelansätze der Stämme bleiben dabei sichtbar“, nennt Kemner den Unterschied zu dem Göttinger Haus. Gemeinsam mit Klaus Breining (Weber Store Kassel) als Partner vor Ort geht er das Projekt an. Dieser hatte auch schon das Timberjacks in Göttingen mit Expertenrat begleitet. „Auch planen wir für Kassel einige kleinere Blockhäuser zur Übernachtung – da ist Kassel Pilotprojekt, in Göttingen ließ sich die Idee damals aus Platzgründen nicht verwirklichen.“, sagt Kemner – und der Begriff Pilotprojekt lässt erahnen, dass da noch mehr in der Pipeline ist: „Bei einer weiteren weitere deutschen Stadt befinden wir uns mit den Plänen auf der Zielgeraden“, verrät er. Und endet nicht ohne ein großes Lob: „Von der Standortsuche, bei der uns Kai-Lorenz Wittrock von der Wirtschaftsförderungvorbildlich unterstützt hat, über den Grundstückskauf von den Johannitern bis zu den vom ersten Termin an sehr konstruktiven Gesprächen mit Herrn Mohr vom Kasseler Bauamt über diese schwierige Liegenschaft hat Kassel sich von seiner besten Seite gezeigt“.

Im zweiten Quartal 2018 soll der Bau beginnen.

Football, Denim und dann Gastro

Kassel ist für den in Göttingen wohnhaften Unternehmer Thomas Kemner ein besonderes Pflaster: Hier wuchs er auf, hier begann der Football-Spieler (Legionäre Eschwege, Kassel Guardians) einst mit dem Verkauf von Sportswear („aus der Garage heraus“). Es folgte der Aufbau zu einer Textilhandels-Agentur mit angeschlossenem Mode-Geschäft in Göttingen. Erst vor einigen Jahren wagte sich Kemner ins gastronomische Geschäft in Göttingen: Zunächst mit einem Donut-Café, später dann mit dem Burger-Lokal „Bacon Surpreme“. Als er vor Jahren mit der Lizenz für ein „Vapiano“, die italienische Franchise-Kette, in Kassel auf Standort-Suche war, war nichts passendes dabei. Er tauschte Kassel gegen Göttingen und traf dort voll ins Schwarze. Später kam ein weiteres Vapiano in Hildesheim dazu und füllte die Kasse für das ehrgeizige „Timberjacks’“ Projekt. Die Idee eines Premium-Steakhauses im Blockhaus-Stil geisterte schon seit einigen Jahren durch Thomas Kemners Kopf. Auch die Denim-Kompetenz kommt hier nicht zu kurz: In Vitrinen und im Online-Shop gibt „Hickory Smoke Clothing“,das mit seiner rauhen Workwear-Erscheinung perfekt zu Holz und Naturstein, Grill und Lagerfeuer passt.

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