Blogger „Kiamisu“ und „Rusko“: Wir kennen Hass im Netz

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Moderator Nils Torbohm (links) vom Jugendbildungswerk des Landkreises Kassel beim Selfie mit Fashionbloggerin Kim Ahrens, alias „Kiamisu“, aus Baunatal und dem Youtuber Ruzmir Satic, alias „Rusko“, aus Kassel.

Wenn man Teenager heute fragt, was sie denn mal werden wollen, lautet die Antwort immer häufiger: Youtuber, Blogger oder Instagram-Star.

Kassel. Aber wie ist das eigentlich, im Internet berühmt zu sein? Um diese Frage zu beantworten, lud das Netzwerk Medienkompetenz Nordhessen – im Rahmen der Aktionstage zum Safer Internet Day 2019 – die Social-Media-Stars Kim Ahrens und Ruzmir Satic ein, um auf der Bühne im Einkaufszentrum DEZ mit Schülern zu diskutieren.

Die beiden sind, was man Influencer nennt. Das heißt, sie berichten in den sozialen Netzwerken fast täglich über sich selbst – und tausende junge Menschen verfolgen das regelmäßig. „Ich mache das seit 2013“, berichtet Ahrens, die sich im Internet „kiamisu“ nennt und als Beruf „Fashionbloggerin“ angibt. Dem Instagram-Account der Baunatalerin folgen über 30.000 Personen. Dort zeigt sie Bilder von sich und präsentiert dabei Marken und Produkte. Auf die Frage, ob sie davon leben könne, antwortet die 28-Jährige: „Über Zahlen will ich nicht sprechen, aber ich kann davon ganz gut leben.“ Darüber hinaus interessierten sich die Schüler vor allem dafür, ob Ahrens und Satic auch schon Hass im Netz erlebt haben. „Klar“, sagt Ahrens, und am Anfang habe sie das auch sehr belastet. Inzwischen jedoch habe sie gelernt damit umzugehen.

„Blöde Kommentare lösche ich einfach“, betont sie. „Rusko“, der mit bürgerlichem Namen Ruzmir Satic heißt und aus Lohfelden stammt, hat dazu seine eigene, ganz spezielle Geschichte: Vor zehn Jahren noch war er ein Youtube-Star, dessen Videos Millionen von Menschen anklickten. Doch dann verlor er nach eigenen Angaben zunehmend die Kontrolle über sein Onlinedasein, Hass schlug ihm entgegen und er beschloss, sich aus dem Internet zurückzuziehen.

Erst jetzt, zehn Jahre später, so der inzwischen 30-jährige Satic, der Mediendesign an der Kunsthochschule Kassel studiert, wage er sich wieder in die mediale Öffentlichkeit. Gegenüber den Schülern betont er: „Wer die Energie aufbringt Hass zu verbreiten, der hat selbst ein Problem.“ Diese Erkenntnis helfe ihm.

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