Böller auf Polizisten: Wüste Party in der Goetheanlage

+
Eine spontane Feier in Goetheanlage löste in der Nacht zum Samstag einen Polizeieinsatz aus.

In der Nacht zum Samstag löste eine spontane Feier in der Goetheanlage einen größeren Polizeieinsatz aus. Rund 500 Personen, teilweise erheblich alkoholisiert, hatten sich gegen Mitternacht dort zusammengefunden.

Kassel.  Zwischenzeitlich war eine gereizte Stimmung aufgekommen, die in Flaschen- und Böllerwürfen in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten und Mitarbeiter des Kasseler Ordnungsamts gipfelte. Durch die daraufhin gezeigte deutliche Präsenz der Kasseler Polizei konnte die Situation weitestgehend wieder beruhigt werden. Die Beamten behielten den weiteren Verlauf der spontanen Feier bis zu deren Ende in der Nacht genauestens im Blick. Abgesehen von der Beschädigung eines Funkstreifenwagens durch einen erheblich betrunkenen Mann blieb es daher bis zum Ende bei einem ruhigeren Verlauf.

Der spontanen Feier in der Goetheanlage vorausgegangen war die Einladung eines unbekannten Verfassers im sozialen Netzwerk "Instagram" zu einer "Abi-Feier" an der Hessenschanze. Bei der Stadt Kassel hatte sich im Vorfeld jedoch kein Veranstalter zu erkennen gegeben, entsprechende notwendige Anträge waren daher ebenfalls nicht gestellt worden. Aufgrund erheblicher Bedenken, insbesondere hinsichtlich möglicher Brandgefahren am geplanten Veranstaltungsort, wiesen Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Kassel bereits ab dem frühen Abend vereinzelte dort eintreffende Personengruppen ab, die allesamt friedlich umkehrten.

Später am Abend kristallisierte sich dann die Goetheanlage zu einem offenbar spontanen und neuen Treffpunkt der Feiernden heraus. Bis Mitternacht hatten sich dort ca. 500 junge Menschen versammelt.

Nachdem die Beamten des Polizeireviers Süd-West aufgrund der kippenden Stimmung mit Unterstützung mehrerer Streifen der nordhessischen Reviere und Stationen deutliche Präsenz gezeigt hatten, begann nach und nach eine Abwanderung aus der Goetheanlage in Richtung Innenstadt.

 Als sich dabei eine größere Personengruppe auf der Freiherr-vom-Stein-Straße ansammelte, sperrten die Beamten diese zwischen Wilhelmshöher Allee und Friedrich-Ebert-Straße aus Sicherheitsgründen vorübergehend für den Verkehr. Währenddessen kam es zu der Beschädigung des dort abgestellten Funkstreifenwagens. Ein 17-Jähriger aus Kassel war mit Anlauf auf die Motorhaube gesprungen und anschließend von Beamten festgenommen worden. Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von knapp 2 Promille. Für ihn endete die Nacht zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam. Er muss sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Zwei Überfälle auf Pizzaboten in Kassel und Fuldatal

Aufgrund der Täterbeschreibung geht die Polizei davon aus, dass beide Überfälle von ein und der selben Person begangen wurden.
Zwei Überfälle auf Pizzaboten in Kassel und Fuldatal

Bildergalerie: Die Connichi 2017 am zweiten Tag

Kassel. Die Mangas sind wieder los: Connichi lockt wieder viele Paradiesvögel nach Kassel. Am Wochenende findet die 16. Manga-Messe Connichi statt. 
Bildergalerie: Die Connichi 2017 am zweiten Tag

Kassel: TV-Anwalt Christopher Posch eröffnet Boardinghouse im Ex-Knast

Dort wo früher Tristesse herrschte sind moderne Appartements entstanden. „Livinspace-Boardinghouse“ heißt das Ganze.
Kassel: TV-Anwalt Christopher Posch eröffnet Boardinghouse im Ex-Knast

Zwischen Bären und Behörde: Sammelleidenschaft wird Rentnerin zum Verhängnis

Rentnerin Monika Öhm (67) sammelt seit 35 Jahren Teddybären in allen Formen und Größen. Nun soll sie ihre Wohnung räumen.
Zwischen Bären und Behörde: Sammelleidenschaft wird Rentnerin zum Verhängnis

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.