Bombenanschlag gegen Germania: Silvester wurde Burschenschaft wieder einmal attackiert

Aus der Wand gerissen wurde der massive Briefkasten und vollkommen zerstört.
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Aus der Wand gerissen wurde der massive Briefkasten und vollkommen zerstört.

Erneut wurde das Verbindungshaus der Studentenverbindung Germania in Mitleidenschaft gezogen. Dieses Mal soll es sich um eine Rohrbombe im Briefkasten gehandelt haben.

Kassel. Erstaunlich ruhig soll es laut Polizeibericht Silvester in Kassel gewesen sein. Überall? Nein! In Wolfsanger hat es um 21 Uhr so richtig gekracht. Mit einer Rohrbombe wurde im Haus der Studentenverbindung Germania der massive Briefkasten aus der Wand gesprengt. Die Nachbarn alarmierten Polizei und Feuerwehr.

„Wir waren Silvester bei Verwandten, als wir von den Nachbarn angerufen wurden. Als wir am Haus ankamen, hatte die Feuerwehr die Tür aufgebrochen und den Brand gelöscht“, erzählte ein Bewohner dem EXTRA TIP. Den Fachleuten war sofort klar, das hier nicht mit einem kleinen Böller gezündelt worden ist.

An Angriffe auf ihr Verbindungshaus haben sich die Bewohner gewöhnt. Der Bombenangriff habe sie jedoch geschockt.

„Der schwere massive Briefkasten war aus der Wand gerissen worden. Die Wand ist beschädigt und an der gegenüber liegenden Wand wurde der Lichtschalter aus der Wand gerissen und zerstört. Durch den Explosionsdruck wurden im Keller Fenster zerstört“, beschreibt ein Bewohner das Ausmaß der Schäden. „Wenn einer von uns neben dem Briefkasten gestanden hätte, wäre er schwer verletzt oder sogar getötet worden.“

Für die Bewohner des Verbindungshauses sind Anschläge auf die Immobilie nichts Neues. „Vier bis fünf Mal im Jahr werden wir von der Antifa angegriffen. Fenster werden eingeworfen. Mit Farbbeuteln wird die Fassade unseres Hauses beschmutzt. Wir haben aufgehört, die Fassade zu reinigen und neu zu streichen. Das ist weder für uns, noch für unsere Nachbarn schön, die durch die Angriffe auf uns verunsichert sind. Nur die Fenster müssen wir natürlich ersetzen. Schon, damit die Steine nicht in die Zimmer fliegen.“

Kein Verständnis hat der Bundestagsabgeordnete Boris Mijatovic für den Rohrbombenangriff. „Das ist Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Landfriedensbruch. Ein Straftatbestand, für den ich keinerlei Verständnis habe. Die Bewohner des Hauses sind keine Schäfchen, sind nach rechtsaußen offen. Aber darüber muss man reden. Gewalttätig zu werden geht gar nicht. Unvorstellbar, wenn da auch noch ein Mensch zu Schaden gekommen wäre.“

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