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Nach Bombendrohung per Mail im Rathaus: Polizei gibt Entwarnung

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Von: Victor Deutsch

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Schaumlöffel © Schaumlöffel

Polizeieinsatz in der Innenstadt: Der Sitz der Stadtverwaltung in der Oberen Königsstraße wurde geräumt und durchsucht.

Aktualisiert um 20.51 Uhr

Kassel.  Aufgrund einer Bombendrohung, die per Mail einging, wurde am Donnerstagnachmittag das Kasseler Rathaus geräumt.

Die daraufhin erfolgte Bewertung des Inhalts der E-Mail durch die Kasseler Polizei und den Zentralen Polizeipsychologischen Dienst deutete nicht auf eine anzunehmende konkrete Gefahr hin. Dennoch ist das Kasseler Rathaus geräumt und durchsucht worden, um jegliches Restrisiko auszuschließen. Die Durchsuchungsmaßnahmen, bei denen auch mehrere Sprengstoffspürhunde eingesetzt waren, dauerten bis etwa 20.20 Uhr an. Verdächtige Gegenstände sind nicht aufgefunden worden.

Während der polizeilichen Maßnahmen kam es zu Verkehrsbehinderungen rund um das Rathaus, da sowohl der Fahrzeugverkehr als auch die Straßenbahnen umgeleitet werden mussten. Mittlerweile fahren die Straßenbahnen wieder, die Sperrungen wurden aufgehoben.

Die weiteren Ermittlungen zum Verfasser der E-Mail wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten werden beim Kommissariat 11 der Kasseler Kripo geführt. Kommt es in diesen Fällen zur Ermittlung des Täters, so werden diesem auch sämtliche Einsatzkosten in Rechnung gestellt.

Was war passiert?

Am  Nachmittag erreichte eine E-Mail die Verwaltung der Stadt Kassel, in der ein bislang unbekannter Schreiber ankündigte, dass am späten Donnerstagnachmittag um 17.30 Uhr im Kasseler Rathaus eine von ihm deponierte Bombe zur Explosion gebracht werden würden. Nach einer ersten Bewertung durch die Kasseler Polizei und den Zentralen Polizeipsychologischen Dienst deutet der Inhalt des Schreibens nicht auf eine anzunehmende konkrete Gefahr hin. Die Polizei räumte dennoch das Rathaus und sperrte das Gebiet weitläufig ab, um jegliches Risiko auszuschließen.

Bereits im Jahr 2011 sowie im Mai 2013 mussten die Rathaus-Mitarbeiter ebenfalls nach einer Bombendrohung das Gebäude verlassen. Im Kasseler Rathaus arbeiten etwa 800 Menschen.

Kurios war der Fall im Jahr 2011: Aus Liebeskummer hatte ein Mann versucht, die Trauung seiner Ex-Freundin zu verhindern. Dazu rief der 50-Jährige zweimal im Rathaus Kassel an und drohte mit einer Bombe.

Die Königsstraße und die Fünffensterstraße waren für den Verkehr gesperrt, die Straßenbahnen wurden umgeleitet.

Um zum Feierabendverkehr Kunden eine Fahrtmöglichkeiten auch im Bereich Frankfurter Straße anzubieten, wurden vom Stadtteil Wolfsanger kommende Bahnen der Linie 6 zur Ottostraße umgeleitet und fuhren von dort zur Haltestelle „Am Stern“ im Pendelverkehr.

Die Trams der Linie 5 wurden alle über die Helleböhnstrecke umgeleitet.

Weitere Bahnen der Linie 6 pendelten im Ersatzverkehr zwischen dem Schulzentrum Brückenhof und dem Auestadion, von dort fuhren Busse über den Steinweg zum Altmarkt und zum Stern.

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